Fachtagung: Barrieren abbauen - Chancen schaffen. Inklusion in Forschung und Lehre gestalten

Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit physischer und psychischer Beeinträchtigung und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist erklärtes Ziel des Freistaats Sachsen wie auch der Universitäten und Hochschulen im Land. Die Aktivitäten sind dabei vielfältig, das Engagement ist groß.

Um die Sichtbarkeit der erreichten Erfolge und vorgesehenen Ziele zu erhöhen und weitere Impulse zu setzen, hatten wir am 19. Juni 2017 die Akteur*innen der sächsischen Hochschulen im Inklusionsbereich, Selbstorganisationen und weitere Interessierte zur Fachtagung nach Leipzig eingeladen.

Im Folgenden finden Sie als Dokumentation der Veranstaltung Material zur gehalten Keynote und die Inhalte der Poster, auf denen die sächsischen Universitäten, Hochschulen, Berufsakademien und Studierendenwerke ihre Inklusionsarbeit in knapper Form vorstellen konnten.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:

Tel. 0341 97 30096
Mail. inklusion(at)chancengleichheit-in-sachsen.de

"Auf dem Weg zu einer inklusiven Hochschule" (Keynote)

Im Rahmen der Fachtagung wurde die Keynote "Auf dem Weg zu einer inklusiven Hochschule" von Frau Dr. Christiane Schindler, Leiterin der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks, gehalten.

Vortrag (pdf)

Präsentation (pdf)

Berufsakademie Sachsen

Standort(e): Bautzen, Breitenbrunn, Dresden, Glauchau, Leipzig, Riesa, Plauen
Studierende: 4197 (Stand: 12/2016)
Beschäftigte: 277 (Stand: 12/2016)

Besonderheiten
Die Auswahl der Studierenden erfolgt durch sog. Praxispartner*innen. Diese gilt
es ebenfalls für die Umsetzung des Inklusionsauftrags zu sensibilisieren, was eine
große Herausforderung darstellt, da sich die Praxispartner*innen über das gesamte
Bundesgebiet und auch das Ausland verteilen. Auch die dezentrale Struktur der BA
Sachsen erfordert eine hohe kommunikative und kooperative Kompetenz aller Beteiligten,
damit einheitliche Standards zügig umgesetzt werden können.

Best Practice
Die Bildung der AG Inklusion im Frühjahr 2017 mit Beteiligten aus vier verschiedenen Standorten bildet den Auftaktfür eine langfristige und nachhaltige Implementierung des Inklusionsgedankens an der Berufsakademie Sachsen. An den einzelnen Standorten gibt es verschiedene Aktivitäten zur individuellen Förderung von Studierenden mit Behinderung. So beenden zum Beispiel im September 2017 sowohl eine sehschwache Studentin als auch ein Student mit körperlichen Beeinträchtigungen erfolgreich ihr Bachelorstudium an der Studienakademie Breitenbrunn. Auch an den übrigen Standorten werden regelmäßig Studierende mit Handicap erfolgreich zu einem Abschluss ihres Studiums geführt.

Zentrales Ziel
Die BA Sachsen setzt 2018 gemeinsam mit Studierenden ein eigenes multimethodisches Forschungsvorhaben zur Bedarfserhebung von inklusiven Maßnahmen an den einzelnen Standorten um. Die Ergebnisse werden Handlungsempfehlungen für konkrete Schritte sein, um die BA noch attraktiver für Studierende und Mitarbeiter*innen mit Behinderung zu machen.

Poster als PDF-Datei (nicht barrierefrei, enthält keine zusätzlichen Informationen)

Westsächsische Hochschule Zwickau

Standort(e): Zwickau, Reichenbach, Schneeberg, Markneukirchen
Studierende: 4500
Beschäftigte: 622

Besonderheiten
Die WHZ bietet viele Studiengänge an, welche die Thematik der Inklusion problemlos aufgreifen könnten (Gesundheitsmanagement/Pflegemanagement, Gebärdensprachdolmetschen, Biomedizinische Technik, Elektrotechnik, Gesundheitsinformatiketc.). In gemeinsamen Projekten oder Forschungsarbeiten könnte man das Potential der Studierenden,Lehrenden und Mitarbeiter*innen ausschöpfen und Fördern.

Best Practice
Ein besonders erfolgreiches Projekt der WHZ war die Erstellung der Hochschulhomepage für Menschen mit SehundHörbehinderung. Darüber hinaus fand ein Thementag „Beratung und Diversität“ für alle Hochschulangehörigen statt.

Zentrales Ziel
Das zentrale Ziel zum Voranbringen der Inklusion an der WHZ sollte vor allem die Sensibilisierung aller am Hochschulalltag Beteiligten sein. Das Thema Inklusion soll laut werden und vom Rektorat, den Beschäftigten, den Studierenden sowie auch den Besucher*innen der WHZ wahrgenommen und als wichtig empfunden werden. Nachfolgend bedarf es der Schaffung einer Stelle für die Koordination und interne, sowie externe Kommunikation von Inklusionsmaßnahmen. Die Erreichung dieses Ziels bildet die Basis für ein beständiges voranschreiten und verwirklichen der Inklusion.

Poster als PDF-Datei (nicht barrierefrei, enthält keine zusätzlichen Informationen)

Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

Standort(e): Leipzig
Studierende: 621
Beschäftigte: 100 (74 Angestellte, 26 Beamt*innen)

Besonderheiten
Das Gebäude der HGB stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und ist aufgrund seiner baulichen Voraussetzungen für körperlich Eingeschränkte nur bedingt bzw. gar nicht zu nutzen. Dies stellt einen erheblichen Wettbewerbsnachteil im Hinblick auf die Gewinnung neuer Studienbewerber*innen im Vergleich zu anderen Kunsthochschulen der Region dar. Es ist deshalb dringend erforderlich, die rollgerechte Erschließung aller Stockwerke der HGB zu gewährleisten. Darüber hinaus sind der zentrale Eingangsbereich und die inneren Treppenhäuser (insbesondere in den Seitenflügeln) entsprechend baulich zu verändern. Hinzu kommt die Tatsache, dass in einem Haus mit rund 550 Studierenden und rund 100 Beschäftigten lediglich eine behindertengerecht ausgestattete Toilette im Kellergeschoss vorgehalten wird.


Best Practice

Nach intensiven Erörterungen mit der ZAROF.GmbH in den zurückliegenden Jahren ist der Hochschulleitung bestätigt geworden, dass insbesondere die psychosoziale Situation junger Kunst- und Design-Studierender einer besonderen, außergewöhnlichen Belastung unterliegt. Dies zeigt unter anderem der immer wieder von studentischer Seite erklärte Wunsch, für Studierende mit psychosozialen Problemen regelmäßige Beratungs- und Betreuungsangebote (über die des Studentenwerkes hinaus) zur Bewältigung des Studienalltags einzurichten. Junge Kunst- und Design-Studierende – auch dahingehend wurde die HGB durch die ZAROF.GmbH bestätigt – unterliegen deutlich höheren derartigen Belastungen als Studierende anderer Fachrichtungen. Erfolgreich war eine gemeinsame Initiative der Studierendenräte der HGB und der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy, Leipzig, welche zum Ausbau und Verstetigung des psychosozialen Beratungsangebots durch Herr Dr. Ingolf Schauer, Diplompsychologe, geführt hat. Herr Dr. Schauer steht den Studierenden beider Hochschulen der Vorlesungszeit einmal wöchentlich (auch ohne Anmeldung) für Probleme, Fragen und Befindlichkeiten jeglicher Art zur Verfügung. Private Probleme
können ebenso besprochen werden wie solche mit dem Studium. Von Zweifeln, Ängsten, Unzufriedenheiten
über Diplomstress und Zukunftsangst bis zu Streitigkeiten mit Freunden und Familie.


Zentrales Ziel

Die Strategie der HGB zum Thema Inklusion sieht vor, zukünftig analog zur Funktion der Gleichstellungsbeauftragten und des Vertrauensprofessors für ausländische Studierende mindestens eine Ansprechperson zu benennen, die nach sorgfältiger Einarbeitung und professioneller Qualifizierung für alle spezifischen Informationen, Fragen, Beratungsmöglichkeiten und Service zum Thema Inklusion für Studierende, Mitarbeitende und Studienbewerber*innen zur Verfügung steht. Dieser Ansprechperson soll perspektivisch auch die Aufgabe obliegen, innerhalb der Gremien und Kommissionen der HGB (zum Beispiel Berufungs- und Auswahlkommission, Zulassungskommissionen) für mehr Sensibilität im Umgang mit Einschränkungen verschiedenster Art zu werben und damit Inklusion zum gelebten Alltag werden zu lassen.

Poster als PDF-Datei (nicht barrierefrei, enthält keine zusätzlichen Informationen)

Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig

Standort(e): Leipzig
Studierende: 1159
Beschäftigte: 170 + ca. 400 Lehrbeauftragte

Besonderheiten
Die HMT als künstlerische Hochschule setzt ihren Schwerpunkt in der Umsetzung von Teilhabe Studierender mit
Beeinträchtigungen fokussiert auf den Umgang und die Begleitung von Studierenden mit psychischen Beeinträchtigungen, deren Zahl in den letzten Jahren stark angewachsen ist. Ziel muss es sein, diese Gruppe künftig auch aus eigener Kraft angemessen zu begleiten und diesen Studierenden ein angstfreies Studium sowie einen erfolgreichen Studienabschluss zu ermöglichen.

Best Practice
„Psychologische Barrieren in einem Studium der Musik und der darstellenden Künste erkennen und abbauen“
Die HMT besitzt nur ein sehr rudimentäres Angebot für Studierende mit Beeinträchtigungen. Da körperliche Beeinträchtigungen bei Studierenden unserer Hochschule nur sehr vereinzelt vorkommen, konzentrieren wir uns darauf, vor allem Studierende mit psychologischen Beeinträchtigungen zu unterstützen. Neben dem Ausbau der Informationen auf der Website der HMT wurde dazu vor allem ein Beratungsangebot installiert, das auf die Besonderheiten von Studierenden in künstlerischen Studiengängen orientiert ist und Hilfestellung bei der Überwindung von Auftritts-/ Bühnenangst, Stressbewältigung durch autogenes Training, progressive Muskelrelaxation usw. bietet.

Zentrales Ziel
Ziel der HMT ist die Verstetigung der Beratung und Begleitung von Studierenden mit psychischen Beeinträchtigungen, vor allem Angststörungen.

Poster als PDF-Datei (nicht barrierefrei, enthält keine zusätzlichen Informationen)

Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden

Standort(e): Dresden
Studierende: 640
Beschäftigte: 142 (inklusive Beamt*innen)

Besonderheiten
Die Hochschule widmet insbesondere der Prävention im Bereich psychischer Belastungsstörungen
eine hohe Aufmerksamkeit. Das im Jahr 2000 gegründete Institut für Musikermedizin vermittelt im Rahmen des Lehrangebots u.a. Grundlagen der Psychologie des Musizierens und Übens. Dies zielt darauf ab, stressbedingten Unsicherheiten sowie berufsbedingten Gesundheitsstörungen vorzubeugen.Die Schwerpunkte der zum Institut gehörenden Musiker-Ambulanz liegen in der Diagnostik und Therapie von spielbedingten Gesundheitsstörungen z. B. bei aufführungspsychologischen Fragestellungen. Im Rahmen der Physioprophylaxe lernen die Studierenden mit Yoga und Feldenkrais etc. Möglichkeiten der Entspannung und der psychischen Prävention kennen.

Best Practice
Die Hochschule hat 2016 im Rahmen ihrer Aktivitäten zur Inklusion mit der barrierefreien Neugestaltung ihrer Website begonnen. Die neue Website erfüllt die Anforderungen der Barrierefreiheit durch:

- Universelles Design, damit Nutzende Seitenformat, Schriftgröße und Farbe an die eigenen Bedürfnisse undFähigkeiten anpassen können,- selbsterklärenden Aufbau und Navigation,- Texte in verständlicher Sprache,- maximale Kompatibilität mit allen Browsern und Hilfsmitteln,- barrierefreies HTML, barrierefreie Rich Applications, barrierefreien Dokumentenzugang.

Mit dieser Maßnahme entspricht die Hochschule der Verpflichtung zur Umsetzung der Barrierefreiheit gemäß EU-Recht. Die Barrierefreiheit im Sinne der Inklusion wird für die Kommunikation mit Bewerbern oder deren Eltern umgesetzt.

Zentrale Ziele
Die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden verfolgt im Rahmen des Aktionsplans Inklusion 2017/2018 unter anderem die folgenden Ziele:

„Projekt Ruheraum zur Psychoprophylaxe“
Die künstlerische Ausbildung stellt hohe psychische Anforderungen an die Studierenden. Hoher Leistungs- und
Wettbewerbsdruck sowie der Druck im Anschluss an die Ausbildung einen der wenigen Jobs zu bekommen, führen besonders in jungen Jahren zu erheblichem psychischen Stress. Aus dieser Analyse ergibt sich zunehmender Handlungsbedarf, um die betroffenen Studierenden und einen erfolgreichen Abschluss des Studiums zu unterstützen: Um die psychische Belastung der Studierenden reduzieren zu können und Möglichkeiten zu schaffen, Stress abzubauen, bevor chronische Befunde auftreten, will die Hochschule einen Rückzugsort für Studierende schaffen. Die Hochschule richtet aus diesem Grund einen Ruhebereich ein, der in ruhiger Atmosphäre die natürliche Regeneration unterstützen soll.

„Masterprojekt im Studiengang Rhythmik/ Elementare Musikpädagogik (REMP)“
Über Musik und Bewegung werden im Rahmen dieses Masterprojektes mit den
Inhalten des Studienganges REMP Kinder mit sprachlichen Einschränkungen aus
Fördereinrichtungen der Stadt und Kinder der Kinderklasse der HfM Dresden ein
gemeinsames Projekt erarbeiten und präsentieren.

Poster 1 und 2 als PDF-Datei (nicht barrierefrei, enthält keine zusätzlichen Informationen)

Hochschule Mittweida

Standort(e): Mittweida
Studierende: 6300
Beschäftigte: 480

Besonderheiten
Im Moment beläuft sich alles an Inklusionsarbeit auf Einzelmaßnahmen, Beratungen
und individuellen Hilfsmaßnahmen. Die Hochschule Mittweida bemüht sich, eine angepasste, barrierefreie Atmosphäre zu schaffen, sodass Angebote übergreifend gestaltet werden können.

Best Practice
„Hochschulweite Konzeption zum Nachteilsausgleich“
Festgelegte Abläufe regeln die Maßnahmen zum Nachteilsausgleich. Hierbei findet eine enge Zusammenarbeit mit
den Prüfungsausschüssen, dem Studierendenservice, der Studienberatung, der Hochschulleitung und der Sozialkontaktstelle statt. Durch diese enge Vernetzung sind optimale Einzelfallentscheidungen zur Ermöglichung von barrierefreien Studienbedingungen möglich.

Zentrales Ziel
Sensibilisierung der Beschäftigten zum Thema „Studium mit Behinderung und chronischer Krankheit“

Poster als PDF-Datei (nicht barrierefrei, enthält keine zusätzlichen Informationen)

Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

Standort(e): Dresden
Studierende: 5000
Beschäftigte: 580 (inklusiver über Drittmittel finanzierte Angestellte)

Besonderheiten
Die HTW Dresden hat mit den „grünen“ Studiengängen Agrarwirtschaft, Gartenbau, Umweltmonitoring und Landschaftsentwicklung Studiengänge, in denen das Thema Inklusion und Barrierefreiheit aufgrund spezieller Anforderungen der Berufswelt an die räumliche Beweglichkeit und körperliche Leistungsfähigkeit klassisch weniger besetzt ist. Es scheint daher sehr interessant zu untersuchen, welchen Beitrag möglicherweise gerade diese Studiengänge für die Bildung und Teilhabe aller Menschen in diesem Thema leisten können und wie man dies in der Lehre umsetzen kann.

Best Practice
Die HTW Dresden hat ihren Internetauftritt optimiert und barrierefrei gestaltet. Ziel war es, die Website für alle Menschen sowohl am PC als auch auf Tablet und Smartphone problemlos zugänglich und gut bedienbar zu machen. Dazu wurden im ersten Schritt ausgewählte Seiten von der Deutschen Zentralbücherei
für Blinde (DZB) getestet. Untersucht wurden unter anderem die Lesbarkeit, die Beschreibung von Bildern und der Einsatz barrierefreier Dokumente. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wurden die notwendigen technischen Anpassungen auf allen Seiten des Internetauftritts vorgenommen.


Desweiteren hat die HTW Dresden alle Informationen zu den Themen der Inklusion
auf einer eigenen Website zusammengefasst. Diese Website ist mit der Startseite
der HTW verlinkt. Die Inhalte sind interessenspezifisch für die konkreten Zielgruppen
Studieninteressierte/ Studierende /Beschäftigte aufbereitet. Zur Erleichterung
des Auffindens der Inhalte haben wir uns dabei internationaler Zeichensprache bedient.
Man erreicht die speziellen Seiten zu Inklusionsthemen jetzt über einen Klick
auf ein Rollstuhlsymbol auf der Startseite der HTW Dresden.

Zentrales Ziel
Zentrales Ziel aller aktuellen und künftigen Aktivitäten im Thema Inklusion ist die Integration der Grundsätze „barrierefreien Denkens“ in die Studiengänge der Hochschule. In der Inklusionsstrategie der Hochschule sind dabei aktuell folgende Ziele benannt:


- Integration der Grundsätze barrierefreier Information in die Lehrinhalte der Informatik, Geoinformation und
Kommunikationstechnik
- Integration der Grundsätze barrierefreien Bauens in die Lehrinhalte des Bauingenieurwesens
- Integration der Grundsätze zur Disability in die Lehrinhalte der Produktgestaltung

Sehr gelungene Maßnahmen kann jetzt bereits die Fakultät Mathematik/ Informatik vorweisen. Im Sommersemester 2017 sind die folgenden Inhalte neu in die Lehre integriert worden:


1. Vorträge externer Dozent*innen zum Thema: Grundlagen der elektronischen Barrierefreiheit
2. Die Studierenden der Fakultät entwickeln im Modul „Spiele- und Interaktionstechniken“ einen Prototypen, der
nachfolgend direkt mit blinden Personen ausgetestet wird. Die Programmierung von Anwendungen für Blinde und Sehbehinderte erfolgt auf der Grundlage der Technologie des Vorlesestiftes „Tiptoi“ von Ravensburger. Die Inhalte werden ergänzt durch Anforderungsanalysen und Recherche zu Voraussetzungen für Blinde und Sehschwache und Exkursionen in die Erlebniswelt „Sinneswandel“ um die Studierenden für die Aufgabe zu sensibilisieren. Die Ergebnisse sollen zur Langen Nacht der Wissenschaften und mit Kooperationspartnern der HTW Dresden, z.B. auch die Dresdner Museen vorgeführt werden. Mittelfristig ist geplant, die Lösungen in die öffentlichen Anwendungen der Kooperationspartner*innen zu überführen.

Poster als PDF-Datei (nicht barrierefrei, enthält keine zusätzlichen Informationen)

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Standort(e): Leipzig
Studierende: 6098 (Stand: 14.10.2016)
Beschäftigte: 619 (Stand: 31.12.2016)

Besonderheiten
Eine Chance sieht die HTWK in der Konzentration nahezu aller Fakultäten und Bereiche an einem Standort (Campus im Leipziger Süden), was eine barrierefreie Gestaltung des Campus (insbesondere des barrierefreien Orientierungs- und Leitsystems) ermöglicht.

Best Practice
„Arbeitsplätze für sehbehinderte Nutzerinnen und Nutzer an der Hochschulbibliothek der HTWK Leipzig“
(Dezember 2015)

In der Hochschulbibliothek der HTWK Leipzig stehen in der dritten Etage in einem separaten Arbeitsraum zwei Arbeitsplätze für sehbehinderte Nutzerinnen und Nutzer der Hochschulbibliothek zur Verfügung. Als elektronische Sehhilfe vergrößert das Bildschirmlesegerät die Inhalte von Buch- und Zeitungsseiten. Auf einem
beweglichen Leseschlitten lassen sich Schriftstücke horizontal und vertikal verschieben, während eine leistungsfähige Kamera den Textausschnitt auf einen Bildschirm überträgt. Das Gerät erlaubt die variable Einstellung von Vergrößerung, Kontrast und Helligkeit sowie Text- und Hintergrundfarbe. Als besonders unterstützend wird der auditive Kanal von den Nutzerinnen und Nutzern bewertet. Aus unterschiedlichen
männlichen und weiblichen Stimmen kann die angenehmste Stimme gewählt und die Vorlesegeschwindigkeit eingestellt werden. Die Arbeitsplätze ermöglichen sehbehinderten Studierenden das gemeinsame Arbeiten mit Kommilitoninnen und Kommilitonen, da gemeinsam an Texten oder Referaten direkt in der Bibliothek gearbeitet
werden kann. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliothek stehen jederzeit helfend zur Verfügung.

Zentrales Ziel
„Entwicklung und Umsetzung eines barrierefreien Orientierungs- und Leitsystems“

Poster als PDF-Datei (nicht barrierefrei, enthält keine zusätzlichen Informationen)

Hochschule Zittau/Görlitz

Standort(e): Görlitz, Zittau
Studierende: insgesamt ca. 3200
Beschäftigte: 468, davon 90 Beamt*innen

Besonderheiten
Der Campus Zittau ist stark zergliedert, wodurch täglich lange Wege entstehen können. Die Herausforderung ist hier, bei der Stunden- und Raumplanung für alle Studiengänge auch die sozialen Aspekte (Pausen, Übergänge zu anderen Gebäuden, Beratung, etc.) angemessen zu berücksichtigen.

Best Practice
„Barrierearme Hochschulbibliothek“
Die Hochschulbibliothek in Zittau und Görlitz möchte allen Menschen mit Behinderung den Aufenthalt in der Bibliothek so angenehm und unkompliziert wie möglich machen. Sie informiert auf ihrer Website https://hsb.hszg.de/service/barrierefreiheit. html konkret und übersichtlich über Teilhabemaßnahmen:

- Zugang zur HSB: Parken, Eingänge, Aufzüge
- Barrierefreie Toiletten
- Service & Beratung bei Literaturbereitstellung durch die Mitarbeitenden vor Ort
- Carrel: Je eine mit Rechentechnik (Großfeldtastatur, behindertengerechte Maus,
27-Zoll-Monitor) ausgestattete barrierefreie Arbeitskabine an beiden Standorten
- Lesegeräte: vergrößert mit Hilfe einer Videokamera den gedruckten Text
(2 - 50 x) und gibt ihn auf einem Bildschirm kontrastreich wieder

Das nächste Ziel in der Bibliothek ist die Aufstellung von personengebundenen
Schließfächern zum Einschließen schwerer Gegenstände.

Zentrale Ziele
Die Hochschule Zittau/Görlitz verfolgt die folgenden Ziele:
- Etablierung einer Steuerungsgruppe für Inklusion
- Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses von Inklusion für die Hochschule
- Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit für Studierende mit Studienerschwernissen
- Einrichtung eines Inklusionsblogs für die Thematisierung des Menschenrechts auf uneingeschränkte Teilhabe
(Haltung und Bewusstseinsbildung)
- Beteiligung der Gremien bei der Entwicklung und Umsetzung von Inklusionszielen und –maßnahmen

Poster als PDF-Datei (nicht barrierefrei, enthält keine zusätzlichen Informationen)

Palucca Hochschule für Tanz Dresden

Standort(e): Dresden
Studierende: 146, Schüler*innen 5. und 6. Klasse Oberschule: 36
Beschäftigte: 60 (inklusive Beamt*innen)

Besonderheiten
Die PHT verzeichnet einen überdurchschnittlich hohen Anteil internationaler Studierender (über 40%). Die Vorraussetzung für den Hochschulzugang bilden ein Eignungstests und Aufnahmeprüfungen, auf die allgemeine Hochschulreife als HZB kann bei besonderer künstlerischer Eignung verzichtet werden, das ist an der PHT der Regelfall. So ergeben sich auch Unterschiede in Studienvoraussetzungen durch Sprachbarrieren, interkulturelle Unterschiede oder sehr junge Studierende (2/3 sind noch minderjährig). Die jugen Schüler*innen und Studierenden (schon ab 10 Jahren) werden dann sehr früh mit Stress und Leistungsdruck konfrontiert (Prüfungen, Vorstellungen etc.). Die PHT hat eine Sonderstellung im Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetz: die hohen Anforderungen an körperliche Voraussetzungen im Auswahlprozess stehen im unvermeidbaren Kontrast zur Chancengleichheit für ein Studium mit körperlichen Beeinträchtigungen. Weiterführende Inklusion von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen im Studium wird aus diesem Grund gegenwärtig als unrealistisch eingeschätzt.

Best Practice
Die PHT hat unterschiedliche Projekte erfolgreich realisiert:
- Einrichtung eines barrierefreien Internet-Auftrittes der PHT.
- Ausbau des „Buddy-Programmes“ zum Erfahrungs- und Informationsaustausch für internationale Studierende und Studienanfänger*innen: Das Tutor*innenprogramm als Drittmittelprojekt hat das Ziel die Studieneingangsphase insbeson dere für internationale Studierende zu erleichtern. Das Projekt ist 2016 gestartet und soll weiter ausgebaut werden, um zukünftig noch besser auf die Bedürfnisse internationaler Studierender eingehen zu können.
- Einführung eines Body Awareness Coaches für die Begleitung von Studierenden in Studium und Alltag an der PHT (Best Practice in Studie der ZAROF. GmbH)

Zentrales Ziel
Die PHT will die Studienvoraussetzungen für ihre Studierenden durch folgenede Maßnahmen vereinheitlichen:
- Ausarbeitung hochschulübergreifender Maßnahmen und Konzepte zur Erleichterung von Studieneinstieg und
Studiendurchführung für internationale Studierende
- Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen für die Herausforderungen, die das Studium an die Studierenden stellt, um diese zielgerichtet unterstützen zu können
- Fortführung des ab 2016 implementierten Ernährungsprogrammes, insbesondere für internationale Studierende

Poster als PDF-Datei (nicht barrierefrei, enthält keine zusätzlichen Informationen)

Studentenwerk Chemnitz Zwickau

Standort(e): Chemnitz, Zwickau
Studierende: Chemnitz - ca. 11500; Zwickau - ca. 4700
Beschäftigte: Chemnitz - 156; Zwickau - 4

Besonderheiten
Der Hochschulstandort zeichnet sich durch den hohen Anteil an internationalen Studierenden aus. Dehalb können
Beratungen auch in englischer Sprache erfolgen, zudem gibt es eine spezielle Sozialberatung für internationale
Studierende.
Eine weitere Besonderheit ist die Notwendigkeit von barrierefreien Wohnheimplätzen und hochschulgastronomischen Einrichtungen.

Best Practice
Das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau hat schon unterschiedliche Projekte realiseiret, darunter:

- barrierearme Gestaltung der Homepage
- barrierefreie Wohnheimplätze
- vielfältiges Beratungs- und Unterstützungsangebote für Studierende vom Studentenwerk: Sozialberatung (aufsuchende Beratung bzw. Begleitung zu externen Terminen möglich) Rechtsberatung / Psychologische Beratung
- Vernetzung und Austausch mit relevanten Akteure*innen innerhalb und außerhalb der Hochschulen (Beauftragte der Hochschulen, VDK Sozialverband e.V., etc.)

Zentrale Ziele
In Zukunft soll die Bekanntheit vorhandener Beratungsstellen gesteigert werden.
Weiteres Ziel ist der Bau einer integrativen Kindertagesstätte.

Poster als PDF-Datei (nicht barrierefrei, enthält keine zusätzlichen Informationen)

Studentenwerk Leipzig

Standort(e): Leipzig
Studierende: insgesamt cs. 38000
Beschäftigte: 310

Besonderheiten
„Starker Partner für die Hochschulen und die Studierenden“


Wir als Studentenwerk möchten starker Partner für die Hochschulen und die Studierenden in Leipzig sein. Dazu halten wir ein weitreichendes Leistungsspektrum vor. Wichtig ist uns die Kooperation mit den Hochschulen, denn Inklusion im Studium kann aufgrund der engen Verzahnung der Leistungen von Hochschulen und Studentenwerken nur gemeinsam gelingen (z.B. Blinden-Leit-System). Deswegen ist für die Studentenwerke eine enge Zusammenarbeit bei der Erstellung und Umsetzung der Aktions- und Maßnahmenpläne von hoher Bedeutung.

Best Practice
„Damit Studieren gelingt – Erfolgreiche Studienabschlüsse ermöglichen durch Beratung“


In der Sozialberatung des Studentenwerkes Leipzig können sich Studierende mit Beeinträchtigung oder chronischer Erkrankung allumfänglich und individuell beraten lassen. Die persönliche Situation steht im Vordergrund, daraufhin werden passgenaue Tipps zu finanziellen Hilfen für studien- als auch beeinträchtigungsspezifische Bedarfe und studienorganisatorischen Fragen gegeben. Auch Fragen zu Nachteilsausgleichen im Studium können beantwortet werden. Auf Wunsch werden Kontakte zu Ansprechpersonen an den Hochschulen, zu Beratungsstellen, Ämtern und Selbsthilfegruppen vermittelt. Bereits vor dem Studium können sich Studieninteressierte z.B. zu barrierefreiem Wohnraum, Beantragung von Studienassistenz oder technischen Hilfsmitteln beraten lassen. Auch Studierende die vor dem Übergang in den Beruf stehen können z.B. zu Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben beraten werden. Studierende mit Beeinträchtigung sind vor, während und nach dem Studium mit verschiedenen Barrieren konfrontiert
– durch Sozialberatung können diese abgebaut werden damit Studieren gelingt.

Zentrales Ziel
„Bedürfnisse von Studierenden mit Beeinträchtigung mitdenken“


Das Studentenwerk Leipzig ist Dienstleister rund um`s Studium und hat vielfältige Angebote. In der Planung und strategischen Ausrichtung ist es unser Anspruch die verschiedenen Bedürfnisse von Studierenden mit Beeinträchtigungen mitzudenken, damit eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht wird. Egal ob bei der Neugestaltung unserer Webseite oder dem Umbau einer Mensa, die Bedürfnisse von Studierenden mit Beeinträchtigen werden einbezogen.

Poster als PDF-Datei (nicht barrierefrei, enthält keine zusätzlichen Informationen)

Technische Universität Bergakademie Freiberg

Standort(e): Freiberg
Studierende: 4624
Beschäftigte: 839 (ohne Beamt*innen und Hilfskräfte)

Besonderheiten
Durch die überschaubare Größe unserer Universität „klein und fein“; „Klasse statt Masse“ können bedingt durch schlanke Verwaltungsstrukturen und familiäres Miteinander Maßnahmen schnell und effizient umgesetzt werden.

Best Practice
Es fand die Bildung einer Arbeitsgruppe „Diversity, Gleichstellung und Inklusion“ als Rektoratskommission unter der Verantwortung des Rektors als Basis für die zielgerichtete Umsetzung von Einzelmaßnahmen statt.
Darin vertreten sind Angehörige der/des:
Personalabteilung, Studienabteilung, Schwerbehindertenvertretung, Personalrates,
Arbeitssicherheit, Öffentlichkeitsarbeit; Studierenden

Zentrales Ziel
„Studieren und Arbeiten mit Behinderung“ soll durch gezielte Informationen und durch konkrete Maßnahmen (Vorträge, Workshops, Plakate, Banner, Flyer) mehr ins Bewusstsein der Mitglieder unserer Universität rücken. Durch die Bekanntgabe konkreter Maßnahmen und Ansprechpersonen an der TU BAF sollen Betroffene
Beratung und Unterstützung erhalten. Bei entsprechendem Bedarf begleiten SHK, Mentoren oder Tutorinnen und Tutoren Betroffene, um die Teilhabe aller am universitären Leben und Arbeiten zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Sozialverband Sachsen (KSV) und dem Integrationsamt, freier Anbieter
sowie der an der Universität Leipzig angesiedelten Zentralstelle für Chancengleichheit und Inklusion sind Informationsveranstaltungen zum Thema geplant.

Poster als PDF-Datei (nicht barrierefrei, enthält keine zusätzlichen Informationen)

Technische Universität Dresden

Standort(e): Dresden, Tharandt, Pirna, Zittau
Studierende: 34838 (Stand 01.11.2016)
Beschäftigte: 8303 (Stand 01.12.2015)

Besonderheiten
An der TU Dresden werden derzeit neue, einheitliche Verfahrensregelungen zum Nachteilsausgleich für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen erarbeitet. Die TU Dresden arbeitet daran, zukünftig universitätsweit barrierefreie Formulare und Vorlagen für alle Beschäftigten und Studierenden anzubieten. Künftig sollen die Beratungs- und Unterstützungsangebote für Beschäftigte mit psychischen Behinderungen und chronischen Erkrankungen weiter ausgebaut werden. Die TU Dresden arbeitet an der Erstellung einer digitalen und barrierefreien Beratungslandkarte für Studierende und Beschäftigte mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen.

Best Practice
„Inklusion umfassend gedacht und gemacht! Projekt ‚Barrierefreies Leit- und Orientierungssystem‘ an der TU Dresden - als ein zentraler Baustein auf dem Weg zu einer inklusiven Hochschule“


Das interdisziplinäre Projekt, in welchem Verwaltung und Wissenschaft der TU Dresden eng vernetzt miteinander arbeiten, widmet sich der Umsetzung eines barrierefreien Leit- und Orientierungssystems an der TU Dresden. Das Projekt ist eingebettet in eine gesamtuniversitäre Strategie (Aktionsplan der TU Dresden zur Umsetzung der UNBRK). Auf dem Weg zu einer inklusiven Hochschule stellt Barrierefreiheit einen zentralen Aspekt dar. Häufig wird dabei übersehen, dass dazu auch das Thema Orientierung und Informationen zur Barrierefreiheit auf dem Campus gehören. Wo befindet sich welches Gebäude, welcher Seminar- / Übungsraum oder Hörsaal, wo sind Eingänge des Gebäudes, wo finde ich Toiletten, wo finde ich meine Professorinnen oder Professoren? Diese Informationen müssen für alle barrierefrei zugänglich sein. Antworten geben barrierefreie Leit- und Orientierungssysteme. Sie sollen die unterschiedlichen Sinne ansprechen und die möglichen Kommunikationsplattformen nutzen. Barrierefreie Leitsysteme sparen Zeit und beschleunigen Abläufe für alle, da sie langes Suchen vermeiden. Sie geben klare Richtungshinweise, z.B. zu Treppen, Aufzügen und Funktionsräumen. Allen Zielgruppen, und dabei insbesondere Menschen, die aufgrund einer angeborenen oder erworbenen Sehbehinderung oder Erblindung visuelle / taktile / akustische Unterstützung benötigen, soll durch das barrierefreie Leit- und Orientierungssystem der TU Dresden ermöglicht werden, ihre räumlichen Ziele zu finden und diese auf einem gemeinsamen Weg zu erreichen. In dem Projekt werden der Außenraum des Campus sowie der Internetauftritt mit dem Campus Navigator der TU Dresden in die Entwicklung einbezogen.

Zentrales Ziel
„Entwicklung zur Modell-Universität für Blinde und Sehbehinderte“


An der TU Dresden unterstützt die Arbeitsgruppe Studium für Blinde und Sehbehinderte (AG SBS), unter der Leitung von Herrn Professor Weber, seit 1990 sehbehinderte Studierende im Studienalltag. Die Arbeitsgruppe ist in die Fakultät Informatik eingegliedert und wirkt eng mit weiteren Einrichtungen zusammen, insbesondere
mit der Zentralen Studienberatung der Universität, mit der Interessengemeinschaft für Studium und Behinderung an der TU Dresden (IGB), mit dem Beauftragten für Studierende mit Behinderung (BfSB), mit dem Studentenrat, der Stabsstelle Diversity Management der TU Dresden und dem Beratungsdienst des Studentenwerkes Dresden. Für die Nutzenden bietet die AG SBS organisatorische und technische
Beratung und wirkt koordinierend bei der barrierefreien Studienmaterialbearbeitung an der TU Dresden. Die AG SBS fungiert zudem universitätsweit als Ratgeberin und Unterstützerin bei allen Fragen, die eine barrierefreie (analoge und digitale) Textund Bildgestaltung betreffen.

Poster 1 und 2 als PDF-Datei (nicht barrierefrei, enthält keine zusätzlichen Informationen)

Technische Universität Chemnitz

Standort(e): Chemnitz
Studierende: 11406 (Stand November 2016)
Beschäftigte: 2.286 (inklusive Beamt*innen, Stand Mai 2017)

Besonderheiten
Die TU Chemnitz ist keine Massenuniversität. Die Größe und damit Überschaubarkeit ermöglichen hochschulintern enge Kontakte, gute Vernetzung und höhere Transparenz. Darin liegen Chancen für Informations- und Veränderungsprozesse auf dem Weg zu einer inklusionsorien-tierten Hochschule .

Best Practice
Die TU Chemnitz hat die Betreuungsqualität durch eine Beraterin zum Studium mit Beeinträchtigung erhöhrt. Diese engagiert sich zum Beispiel durch einen Tag der Inklusion, Zielgruppenbefragungen und Informationsleitfäden.
Am Campus und im Web wurden Barrieren abgebaut - zum Beispiel durch ein Leit- und Orientierungssystem, assistierende Technologien, Video-Tutorials und Inhouse-Schulungen zur Erstellung barrierefreier pdfs.

Zentrales Ziel
Zentrales Ziel ist die Sensibilisierung aller Hochschulangehörigen zur weiteren Verbesserung der Studien- und Ar-beitsbedingungen durch sukzessive Beseitigung einstellungsbedingter, baulicher, kommunikativer, didaktischer und organisatorischer Barrieren.

Poster als PDF-Datei (nicht barrierefrei, enthält keine zusätzlichen Informationen)