Fachstelle Inklusion

Bereits seit 2009 arbeiten wir daran, dass unsere Universitäten und Hochschulen in Sachsen zu faireren Orten für Menschen ganz unterschiedlichen Geschlechts  werden. Wir freuen uns, dass unsere Arbeit für Chancengleichheit seit 2017 noch breiter aufgestellt ist. Denn mit Beginn dieses Jahres fungiert die Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen als Fachstelle Inklusion.

Ausgestattet mit zusätzlichen Mitteln, die unter anderem die Einstellung einer weiteren Person speziell für diesen Bereich ermöglichte, unterstützt die Koordinierungsstelle alle Hochschulen des Landes nicht nur bei ihren Bemühungen Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts abzubauen. Sie fördert darüber hinaus auf vielen Wegen den Abbau von Barrieren und die Arbeit an einer gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Wie in den letzten Jahren, sind wir weiter im Bereich Weiterbildung tätig, organisieren nun aber zusätzliche Workshops, die Inklusion ins Zentrum stellen.

Die Koordinierungsstelle unterstützt, vernetzt, sensibilisiert und berät die sächsische Hochschullandschaft nun also auch im Inklusionsbereich.

Ausgangspunkt der Einrichtung der Fachstelle Inklusion war die Studie „Auf dem Weg zur inklusiven Hochschule“, die 2016 erschien und im Auftrag des Landtages nicht nur den Status Quo untersuchte, sondern auch Empfehlungen aussprach. Dazu gehörte die Einrichtung einer Stelle, die für die Universitäten und Hochschulen vernetzend und unterstützend wirkt und bereits gemachte Erfahrungen aus anderen Diversity-Bereichen mit einbringen kann.

Wir hoffen in nächster Zeit ein breites Netzwerk aufbauen zu können, in dem wir Erfahrungen zusammen bringen und Wissen tauschen. Denn Eines ist klar: Inklusion geht immer nur gemeinsam und braucht die Zusammenarbeit aller.

In diesem Sinne freuen wir uns nicht nur auf neue Herausforderungen, sondern auch auf neue Kontakte und Menschen.

 

Wenn Sie Fragen haben, steht Ihnen gern unsere Projektmitarbeiterin für Inklusion Kerstin Stengel zur Verfügung:

tel. 0341 97 30096

mail. k.stengel(at)chancengleichheit-in-sachsen.de

Daten & Fakten

15 % der Student*innen in Sachsen weisen laut der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes, welche im Sommersemester 2016 durchgeführt wurde, eine nicht-studienerschwerende Beeinträchtigung auf. Weitere 10 % geben im Rahmen der Erhebung an, dass sie eine studienerschwerende Beeinträchtigung haben. 61 % der Student*innen mit studienerschwerender Beeinträchtigung werden durch diese stark oder sehr stark beeinträchtigt. Die Formen der Beeinträchtigung umfassen dabei überwiegend, bezogen auf die Student*innen mit studienerschwerender Beeinträchtigung aller Bundesländer, psychische Beeinträchtigungen (55 %), chronisch-somatische Krankenheiten (30 %), Mobilitätseinschränkungen (10 %) und Sehbeeinträchtigungen (10 %), wobei Mehrfachnennungen seitens der Befragten möglich waren.

Quelle: Ergebnisse der 21. Sozialerhebung des DSW

Grafik zur Zahl der Studierenden mit Beeinträchtigung, Informationen auch im Fließtext
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Grafik zu Formen der Beeinträchtigung, Informationen auch im Fließtext
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Inklusionsarbeit an sächsischen Universitäten und Hochschulen

Die Inklusionsarbeit wird an den sächsischen Hochschulen und Universitäten von verschiedenen Akteur*innen geleistet. Hierbei sind die Beauftragten für Studierende mit Beeinträchtigung und chronischer Erkrankung, die Schwerbehindertenvertretungen, die Student*innenräte, die Verwaltungen und Rektorate sowie Stabsstellen und sogenannte Inklusionsverantwortliche zu nennen. Aber auch alle weiteren Mitarbeiter*innen als auch Student*innen können aktiv zum Abbau von Barrieren und zur Sensibilisierung der Hochschulangehörigen beitragen.