Ausschreibung: Marianne Menzzer Preis 2017

Die Ausschreibung des Marianne Menzzer Preises 2017 finden Sie hier. Es können bereits bewertete Abschlussarbeiten aus sozial- und geisteswissenschaftlichen Fachdisziplinen, die in den Jahren 2016 und 2017 entstanden sind, eingereicht werden.

Die Preise sind mit je 500,- Euro dotiert und werden am 29. November 2017 im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung vergeben. Erneut werden in diesem Jahr zwei Preise, ein Preis für Bachelor- und ein Preis für Diplom- und Masterarbeiten sowie Staatsexamensarbeiten, vergeben.

Frist zur Einreichung VERLÄNGERT BIS 15.08.2017!

 

Einsende-Adresse per E-Mail:

a.kirchhoff@chancengleichheit-in-sachsen.de

oder per Post: 

Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen

z.H. Annika Kirchhoff

Ritterstraße 16 – 22

04109 Leipzig

Hier finden Sie zudem unsere Richtlinie zur Vergabe des Marianne Menzzer Preises.

Rückblick: Marianne Menzzer Preis 2016

Die GEW Sachsen, in Kooperation mit der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen, verlieh 2016 zum elften Mal den Marianne Menzzer Preis für herausragende Abschlussarbeiten. Es werden neben Abschlussarbeiten im Bereich der Geschlechterforschung auch Abschlussarbeiten im Bereich Diversityforschung prämiert. Der Förderpreis soll Studierende aus sozial- und geisteswissenschaftlichen Fachrichtungen anregen und ermutigen, sich in ihrer Ausbildung intensiv mit Diversity- und Geschlechterthemen auseinander zu setzen, einen Zugang zur Diversity- und Geschlechterforschung zu finden und sich die Bedeutung der Chancengerechtigkeit im eigenen Fachgebiet zu erschließen. 

Als Namenspatronin für diesen Preis wurde mit Marianne Menzzer (1814 – 1895) eine Frau gewählt, die sich Ende des 19. Jahrhunderts insbesondere in Dresden für die Gleichberechtigung von Frau und Mann einsetzte. Sie war Mitbegründerin des Dresdner Rechtsschutzvereins für Frauen, wirkte als Mitarbeiterin von Louise Otto-Peters im Vorstand des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins mit und engagierte sich aktiv und mit unablässiger Energie in dem 1871 gegründeten Dresdner Frauenerwerbsverein.

Einem sozialwissenschaftlichen Zugang zur Geschlechterfrage vorgreifend, nutzte sie als eine der ersten überhaupt statistisches Material für Argumentationen zu Fragen der Ungleichheit von Frauen in der Erwerbswelt. Indem der Preis den Namen Marianne Menzzer trägt, sollen ihre Arbeit und ihr Engagement zum Abbau von Ungleichheiten der Geschlechter gerade in der Arbeitswelt und hier in Sachsen gewürdigt werden. Sie steht stellvertretend für die vielen aktiven, aber eben mehrheitlich in Vergessenheit geratenen Frauen der ersten deutschen Frauenbewegung.

Eindrücke von der Preisverleihung 2016 finden Sie hier.