Fachtag zur Geschlechtergerechtigkeit im gesamten wissenschaftlichen Karriereverlauf

49 % > 41 % > 21 %

Ungleichungen weiter auflösen!


6. November 2017 | 10.00 - 16.30 Uhr | Technische Universität Chemnitz

Ein Angebot der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen

 

Seit vielen Jahren hält sich, auch an den Universitäten und Hochschulen in Sachsen, ein Fakt hartnäckig: Die Schere der Geschlechter driftet in der Wissenschaft mit der steigenden Karrierestufe immer weiter auseinander. Im Studium sind die Anteile von Männern und Frauen noch beinahe identisch, mit der durchaus wesentlichen Ausnahme der Bereiche Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Mathematik (MINT). Aber bereits bei den Promotionen, folgend aber auch bei Habilitationen und Berufungen, bewegt sich das Verhältnis immer weiter auseinander. Während  49 Prozent der Studienanfänger*innen weiblich sind, trifft dies nur noch auf 21 Prozent der Professor*innen zu.*

Als Abschluss unseres Jahresthemas „Chancengerechte Hochschule 2025!?“ bieten wir Ihnen in drei wesentlichen Feldern mögliche Antworten und neue Perspektiven.

Beginnend bei den Studierenden wollen wir uns anschauen, wie Geschlechtergerechtigkeit bereits in der Studienorientierung - und folgend in der Gestaltung der Studiengänge - stärker verankert werden kann.

Der Weg zwischen Studium und Professur ist lang, Karriereförderung entsprechend ein wichtiges Instrument erfolgreicher Gleichstellungspolitik. Bei Mentoring-Programmen steht die Stärkung von Nachwuchswissenschaftlerinnen im Zentrum, bei der Personalentwicklung häufig die Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Schließlich soll es um das Geschlechterverhältnis bei den Professuren gehen. Ein wesentlicher Baustein der Förderung von Wissenschaftlerinnen in dieser Phase ist das Professorinnenprogramm, dessen zweite Programmphase gerade ausläuft. Wir schauen zurück auf Erfolge und Herausforderungen. Zugleich fragen wir uns, was es darüber hinaus an Möglichkeiten der Stärkung des Frauenanteils gibt.

 

Die Teilnahme am Fachtag ist kostenfrei. Der Fachtag richtet sich vorrangig an thematisch interessierte Angehörige sächsischer Universitäten und Hochschulen. Vertreter*innen anderer Einrichtungen, in- und außerhalb Sachsens, können auf Anfrage allerdings mit berücksichtigt werden. Nehmen Sie dazu bitte Kontakt mit uns auf.

Die Anmeldung wurde verlängert und ist nun bis zum 20.10.2017 möglich. Bitte nutzen Sie das folgende Formular.

 

* Zahlen für Sachsen 2015 (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)

Anmeldung zum Fachtag

* Angaben notwendig, Anmeldung verlängert bis 20.10.2017

Programm

09.30 Uhr

Anmeldung

10.00 Uhr

Begrüßung
Grußwort der Gleichstellungsbeauftragten der TU Chemnitz, Karla Kebsch

10.15 Uhr

Forum A: Studienorientierung und Studiengestaltung

Judith Bräuer (Zentrale Koordinatorin im Niedersachsen-Technikum)
Niedersachsen-Technikum – ein Erfolgsrezept

Lina Taube (Stellv. zentrale Frauenbeauftragte der TU Berlin)
Integration von Gender- und Gleichstellungsaspekten in die Curricula – Checklisten als methodische Herangehensweise

11.45 Uhr

Mittagspause

12.30 Uhr

Führung
Die E3-Forschungsfabrik des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik als effiziente und nachhaltige Produktion der Zukunft

13.15 Uhr

Forum B: Karriereförderung nach dem Studium durch Mentoring & Co

Morena Groll & Maria Rosenbaum (Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit Sachsen-Anhalt)
Mit Mentoring zum Erfolg – Chancen & Herausforderungen

Dr. René Krempkow (HU Berlin)
Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Bestandteil der Personalentwicklung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland

14.45 Uhr

Kaffeepause

15.00 Uhr

Forum C: Professuren – Förderung an der Spitze der akademischen Karriereleiter

Dr. Andrea Löther (CEWS / GESIS)
Evaluation des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder (2. Programmphase und Gesamtprogramm)

Christine Deja (Hochschule Hannover)
Gewinnung von Frauen für eine FachhochschulPROfessur

16.30 Uhr

Verabschiedung und Ende des Fachtags

Karte für Anfahrt mit dem ÖPNV
Anfahrt ÖPNV (Quelle: maps.google.de)
Karte für Anfahrt mit dem PKW
Anfahrt PKW (Quelle: maps.google.de)

Hinweise zur Anreise

Ort der Veranstaltung

TU Chemnitz, Universitätsteil Reichenhainer Str., M-Bau

Reichenhainer Str. 70, 09126 Chemnitz (Karte zur Lage des M-Bau auf dem Gelände)

Bitte beachten Sie: Auf der Reichenhainer Str. finden derzeit umfangreiche Bauarbeiten statt. Berücksichtigen Sie daher bitte unsere folgenden Hinweise zur Anreise und planen Sie etwas mehr Zeit ein.

Anreise mit Öffentlichen Verkehrsmitteln

Baustellenbedingt ist der M-Bau am günstigsten vom Chemnitzer Hauptbahnhof mit der „City-Bahn Chemnitz“ der Linien C13, C14 oder C15 Richtung „Stadlerplatz“ (Abfahrt direkt in der Bahnhofshalle) zu erreichen. Ab der Endhaltestelle „Stadlerplatz“ benötigt man noch etwa 15 Minuten über die Reichenhainer Str. und Rosenbergstr. (siehe Kartenaussschnitt). Die Haltestelle ist barrierefrei gestaltet.

Anreise mit dem PKW

Wir empfehlen die Anfahrt von Norden über den Bahnhof Chemnitz-Süd und die Fraunhoferstr. (siehe Kartenausschnitt). Die Parkplätze in der Umgebung sind allerdings sehr begrenzt.

Alternativ ist die Anfahrt vom Süden über die Reichenhainer Str., Wartburgstr. und Am Wartburghof bis zu einem größeren Parkplatz hinter der Mensa möglich (Thüringer Weg 11). Von dort laufen Sie etwa fünf Minuten bis zum Veranstaltungsort.

Kontakt

Bei Fragen zum Fachtag wenden Sie sich bitte an Florian Döring (Projektmitarbeiter):

Mail. f.doering(at)chancengleichheit-in-sachsen.de
Tel. 0341 97-30151

Podiumsdiskussion zu Karrierewegen von Frauen in Kultur- und Kreativwirtschaft am 14. November in Leipzig

KünstlerinnenKarrieren: Zwischen Traum und Wirklichkeit

Absolventinnen von Musik-, Kunst und Theaterhochschulen in der Diskussion

 

Der Berufseinstieg und die spätere Karriere von Bildenden Künstlerinnen, Grafikdesignerinnen, Musikerinnen, Regisseurinnen und anderen Kulturschaffenden sind nicht nur – wie bei den männlichen Kollegen – durch große Unsicherheiten geprägt. Künstlerinnen sind in der Öffentlichkeit noch immer unterrepräsentiert. Trotz überproportionaler Präsenz in Ausbildungsgängen sind Künstlerinnen in deutlicher Minderzahl in namhaften Ausstellungen, bei Preisen und Berufungen vertreten. Wie können kommende Generationen von Künstlerinnen damit umgehen?

Im Gespräch mit der Kuratorin Julia Schäfer (GfZK) sprechen Jasmin Solfaghari (Opernregisseurin), Julia Hülsmann (Jazzpianistin), Katja Strunz (Bildende Künstlerin) und Katy Müller (Grafikdesignerin) über ihre Erfahrungen und geben Einblicke in die Herausforderungen, Chancen und individuellen Wege in ihrem jeweiligen Berufsfeld.

Im Anschluss ist das Publikum eigeladen, in entspannter Atmosphäre mit den Podiumsgästen ins Gespräch zu kommen. Musikalisch untermalt wird der Abend vom Duo Hentschel/Deller.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen mit der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ und der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

 

 

Podiumsdiskussion “KünstlerinnenKarrieren: Zwischen Traum und Wirklichkeit“

Dienstag, den 14. November 2017, 19.00 Uhr

Hochschule für Grafik und Buchkunst

Wächterstraße 11, 04107 Leipzig

Festsaal, 1. Etage, Raum 1.20

Eintritt frei