Vergangene Veranstaltungen

Jahresthema 2017

Am Ende eines ereignisreichen Jahres blicken wir zurück auf eine lange Reihe spannender Veranstaltungen, Gespräche, Treffen und weitere Aktivitäten. Um die gesammelten Eindrücke und Ideen zu bewahren, möchten wir unser Jahresthema – das erste seiner Art – an dieser Stelle dokumentieren.

Ausgangspunkt war der Wunsch, alle unsere Veranstaltungen jenseits der klassischen Weiterbildungsangebote, unter einem Titel und Fokus zu vereinen. Mit dem noch recht frischen Hochschulentwicklungsplan 2025 bot sich dabei an, zu fragen, welche Zukunft der Chancengerechtigkeit bevor steht und welche Weichen es bereits heute zu stellen gilt.

Dabei stellten wir uns der Herausforderung, unter dem Stichwort „Chancengerechtigkeit“ unsere gewohnte Gleichstellungsperspektive mit dem neuen Arbeitsfeld der Inklusion zusammen zu bringen. So fruchtbar die gegenseitigen Impulse waren, mussten wir im Laufe des Jahres erkennen, das in vielen Fällen doch getrennte Veranstaltungen zu bevorzugen sind. Im Folgenden finden Sie nun unsere Dokumentation der vielfältigen Aktivitäten im Rahmen des Jahresthemas.

 

KünstlerinnenKarrieren: Zwischen Traum und Wirklichkeit am 14.11. (Leipzig)

 

Absolventinnen von Musik-, Kunst und Theaterhochschulen in der Diskussion

Der Berufseinstieg und die spätere Karriere von Bildenden Künstlerinnen, Grafikdesignerinnen, Musikerinnen, Regisseurinnen und anderen Kulturschaffenden sind nicht nur – wie bei den männlichen Kollegen – durch große Unsicherheiten geprägt. Künstlerinnen sind in der Öffentlichkeit noch immer unterrepräsentiert. Trotz überproportionaler Präsenz in Ausbildungsgängen sind Künstlerinnen in deutlicher Minderzahl in namhaften Ausstellungen, bei Preisen und Berufungen vertreten. Wie können kommende Generationen von Künstlerinnen damit umgehen?

Im Dialog mit der Kuratorin Julia Schäfer (GfZK) sprachen Jasmin Solfaghari (Opernregisseurin), Julia Hülsmann (Jazzpianistin), Katja Strunz (Bildende Künstlerin) und Katy Müller (Grafikdesignerin) über ihre Erfahrungen und geben Einblicke in die Herausforderungen, Chancen und individuellen Wege in ihrem jeweiligen Berufsfeld.

Im Anschluss wurde das Publikum eingeladen, in entspannter Atmosphäre mit den Podiumsgästen ins Gespräch zu kommen. Musikalisch untermalt wurde der Abend vom Duo Hentschel/Deller.

Die Veranstaltung entstand in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ und der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Pressemitteilung

Unser Fachtag "49 % > 41 % > 21 % Ungleichungen weiter auflösen!" am 06.11. (Chemnitz)

Einblicke in die Praxis der Gleichstellungsarbeit vom Studium bis zur Professur

Bei einem Blick auf die Anteile von Studentinnen und Wissenschaftlerinnen auf den verschiedenen Stufen der wissenschaftlichen Karriere fällt vor allem eins auf: Je höher die Stufe, desto weniger werden es.

Ausgehend von dieser Situation, die sich in den letzten Jahren nur in sehr kleinen Schritten zu verbessern scheint, hatten wir Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis zu unserem Fachtag „49 % > 41 % > 21 % Ungleichungen weiter auflösen!“ am 6. November 2017 eingeladen. Zu Gast waren wir an der TU Chemnitz, dank der Unterstützung der zentralen Gleichstellungsbeauftragten Karla Kebsch.

Der Tag startete mit einem Forum zu Studium und Studiengestaltung. Dabei stellte Judith Bräuer das Niedersachsen-Technikum vor. Diese Einrichtung bietet Abiturientinnen die Möglichkeit, ein halbes Jahr dual in einem Betrieb und einer beteiligten Hochschule zu lernen, welche Chancen eine Tätigkeit im MINT-Bereich bietet. Bei Lina Taube (stellv. Frauenbeauftragte der TU Berlin) ging es hingegen darum, wie mit einer an der TU Berlin entwickelten Checkliste Studiengänge gendersensibler gestaltet und vermittelt werden können.

Im zweiten Teil ging es um Mentoring und weitere Unterstützungsangebote für Nachwuchswissenschaftlerinnen. Zunächst berichteten Maria Rosenbaum und Morena Groll (Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit Sachsen-Anhalt) von Erwartungen und Herausforderungen bei Mentoring-Programmen allgemein, um schließlich näher auf die gemachten Erfahrungen in Sachsen-Anhalt einzugehen. Dr. René Krempkow (derzeit HU Berlin) stellte darüber hinaus eine Studie vor, die aus der Perspektive der Personalentwicklung (auch) nach der Vereinbarkeit von wissenschaftlichem Beruf und Familie fragt und einige spannende, unerwartete Befunde zu bieten hatte.

Im letzten Block stellte Dr.in Andrea Löther (CEWS) die gerade erst veröffentlichte Evaluation des Professorinnenprogramms vor. Den Abschluss bildete schließlich Christine Deja. Das von ihr betreute Projekt PROfessur versucht promovierte Frauen für eine Karriere als Fachhochschulprofessorinnen zu gewinnen und hat zu diesem Zweck nicht zuletzt einen umfangreichen Verteiler für Ausschreibungen der beteiligten Hochschulen erarbeitet.

Außergewöhnliche Perspektiven bot als Rahmenprogramm eine Führung durch das Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU). An diesem werden – bspw. in der besichtigten E3-Forschungsfabrik – neue Produktionsverfahren der Zukunft entwickelt, die energieeffizienter, emissionsärmer und effektiver in der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine sind.

Wir danken allen Beteiligten und insb. den Referent*innen für einen gelungenen Fachtag und freuen uns auf Rückmeldungen, die uns ermöglichen in Zukunft noch besser auf Ihre Wünsche einzugehen.

Eine ausführliche Dokumentation des Fachtags einschl. der Veröffentlichung der Präsentationen ist in Arbeit.

 

Podiumsdiskussion „Chancengerechtigkeit 2025: Doch längst verwirklicht?“ am 29.3. (Dresden)

Am 29. März starteten wir an der HTW Dresden mit einer Podiumsdiskussion ins Themenjahr. Nach dem im letzten Jahr ein neuer Hochschulentwicklungsplan verabschiedet wurde und das Thema „Inklusion“ mit einem Landesaktionsplan Rückenwind bekam, fragten wir nach dem Stand der beiden aktuellen Bereiche „Inklusion“ und „Geschlechtergerechtigkeit“ an unseren Universitäten und Hochschulen in Sachsen.

Auf dem Podium konnten wir Dr.in Mechthild Koreuber, Frauenbeauftragte der FU Berlin und Vorstandsmitglied der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, Dr.in Claudia Maicher, Mitglied des sächsischen Landtages und hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Dr.in Daniela Menzel, Koordinatorin für Inklusion der Technischen Universität Chemnitz, Dr.in Jutta Eckhardt Sprecherin der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an sächsischen Hochschulen und Juliane Sommer, Studentin an der TU Bergakademie Freiberg und Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft Studieren mit Beeinträchtigung, begrüßen.

Bericht (pdf)

 

Buchvorstellung „Untenrum frei“ am 17.5. (Leipzig)

Im letzten Jahr wurde es zum großen Erfolg, das Debüt "Untenrum frei" von Margarete Stokowski, die einige vielleicht als Kolumnistin bei Spiegel-Online kennen. Auch wir fanden das Buch unheimlich spannend - und wollten uns im Rahmen des KOLLEKTIV-Festivals des StuRa der Universität Leipzig den gedruckten Seiten ganz analog zusammen lesend und diskutierend nähern.

Bericht (pdf)

 

Fachtagung "Barrieren abbauen - Chancen schaffen" am 19.6. (Leipzig)

Inklusion gehört zu den wesentlichen Herausforderungen, denen sich die Universitäten und Hochschulen in Sachsen derzeit widmen. Ziel ist nicht nur die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, sondern die Schaffung einer „Hochschule für Alle“.

Mit der Fachtagung „Barrieren abbauen – Chancen schaffen. Inklusion in Forschung und Lehre gestalten“ bot sich am 19. Juni in Leipzig die Möglichkeit einen Überblick über die Inklusionsbestrebungen zu erhalten. Auf Einladung der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen, die seit Beginn des Jahres als „Fachstelle Inklusion“ tätig ist, stellten die staatlichen Universitäten und Hochschulen ihre bisherige Arbeit in diesem Bereich vor, berichteten über gesetzte Ziele und besonders erfolgreiche Projekte. Eingebunden waren zudem die sächsischen Studierendenwerke und die Berufsakademien.

Bericht (pdf)

 

Fachtag „49 % > 41 % > 21 % Ungleichungen weiter auflösen!“ am 6.11. (Chemnitz)

Bei einem Blick auf die Anteile von Studentinnen und Wissenschaftlerinnen auf den verschiedenen Stufen der wissenschaftlichen Karriere fällt vor allem eins auf: Je höher die Stufe, desto weniger werden es.

Ausgehend von dieser Situation, die sich in den letzten Jahren nur in sehr kleinen Schritten zu verbessern scheint, hatten wir Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis zu unserem Fachtag „49 % > 41 % > 21 % Ungleichungen weiter auflösen!“ am 6. November 2017 eingeladen. Zu Gast waren wir an der TU Chemnitz.

Bericht (pdf)

Abstractheft (pdf)

Folgende Fachvorträge wurden im Rahmen des Fachtags gehalten:

FORUM A - Studienorientierung und Studiengestaltung

Judith Bräuer (Zentrale Koordinatorin im Niedersachsen-Technikum): Niedersachsen-Technikum – ein Erfolgsrezept | Präsentation (pdf, nicht barrierefrei)

Lina Taube (Stellv. zentrale Frauenbeauftragte der TU Berlin): Integration von Gender- und Gleichstellungsaspekten in die Curricula – Checklisten als methodische Herangehensweise | Präsentation (pdf, nicht barrierefrei) | Checkliste der TU Berlin (pdf)

FORUM B: Karriereförderung nach dem Studium durch Mentoring & Co

Morena Groll & Maria Rosenbaum (Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit Sachsen-Anhalt): Mit Mentoring zum Erfolg – Chancen & Herausforderungen | Präsentation (pdf, nicht barrierefrei)

Dr. René Krempkow (HU Berlin): Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Bestandteil der Personalentwicklung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland | Präsentation (pdf, nicht barrierefrei)

FORUM C: Professuren – Förderung an der Spitze der akademischen Karriereleiter

Dr. Andrea Löther (CEWS / GESIS): Evaluation des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder (2. Programmphase und Gesamtprogramm)| Präsentation (pdf, nicht barrierefrei)

Christine Deja (Hochschule Hannover): Gewinnung von Frauen für eine FachhochschulPROfessur | Präsentation (pdf, nicht barrierefrei)

 

Podiumsdiskussion „KünstlerinnenKarrieren“ (Leipzig)

Im November widmeten wir uns den Berufsperspektiven von Absolventinnen der Kunst- und Musikhochschulen. Diese erleben schließlich einen Arbeitsmarkt, der gleichermaßen von großen individuellen Unsicherheiten und Ungleichheiten geprägt ist.

Vier spannende Künstlerinnen bzw. Musikerinnen boten im Rahmen einer Podiumsdiskussion an der Hochschule für Grafik und Buchkunst einen Einblick in ihren beruflichen Werdegang und ihre individuellen Perspektiven.

Bericht (pdf)

 

Dialogrunden

Als weiterer Bestandteil des Jahresthemas wurden Dialogrunden jeweils für Inklusion und Geschlechtergerechtigkeit als Format ins Leben gerufen, bei denen die verantwortlichen Akteur*innen an den einzelnen Hochschulen zusammen kommen, um sich über ihre Tätigkeit auszutauschen und gemeinsame Vorhaben anzugehen.

Für den Bereich Inklusion fand eine erste Dialogrunde am 19. Juni im Vorfeld der Fachtagung (s.o.) statt. Neben zahlreichen Wünschen zur Unterstützung durch die neue Fachstelle Inklusion, konnte dabei auch Modus für künftige Treffen vereinbart werden. Ein weiteres Vernetzungstreffen am 30. November setzte diesen Dialogprozess fort.

Im Gleichstellungsbereich erhielten wir von den Akteur*innen vor Ort die Rückmeldung, dass ein Treffen zeitlich schwierig umzusetzen sei und sie stattdessen lieber Angebote im Rahmen der Workshops oder des Fachtags nutzen würden. Allerdings ist vorgesehen die Idee der Dialogrunde erneut im Jahr 2018 aufzugreifen.

 

Sprachleitfaden

Neben den Veranstaltungen sind auch weitere Aktivitäten Bestandteil unseres Jahresthemas. Eine besondere Stellung nimmt dabei der Sprachleitfaden „Ausgesprochen vielfältig. Gender- und Diversitysensible Kommunikation in Sprache und Bild“ ein. Anfang des Jahres veröffentlicht, erfreute er sich über das gesamte Jahr hinweg einer sehr großen Beliebtheit und Nachfrage – in Sachsen, aber auch bundesweit. Noch in diesem Jahr erscheint eine überarbeitete Neuauflage, zunächst als Web-Version.

 

Fachtagung "Barrieren abbauen - Chancen schaffen. Inklusion in Forschung und Lehre gestalten"

Die Dokumentation der Fachtagung, welche am 19. Juni 2017 stattfand, finden Sie hier.

Archiv

v.l.n.r.: Annika Kirchhoff, Petra Köpping, Georg Teichert
Publikum
Pit Strehl
Fotos: Christian Hüller

Unser zweiter Neujahrsempfang - Auf ein erfolgreiches Jahr 2017!

Nun fast schon einer kleinen Tradition folgend, fand am 18. Januar unser zweiter Neujahrsempfang - wieder gemeinsam mit dem Gleichstellungsbüro der Universität Leipzig - statt.

Für einen tollen Abend war angesichts von spannenden Reden, der musikalischen Untermalung durch den Leipziger Musiker Pit Strehl und vor allem den erfreulich zahlreichen Gäste mehr als gesorgt. So war auch Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, vor Ort und hielt ein Grußwort.

Schließlich hatte Annika Kirchhoff die Gelegenheit als Leiterin der Koordinierungsstelle einen Blick zurück - und noch viel wichtiger - einen Blick nach vorn zu werfen. Ihre komplette Rede können Sie hier nachlesen.


Wir danken allen, die dabei waren, für einen wundervollen Abend - und wünschen ein auf allen Ebenen erfolgreiches Jahr 2017!

Jahresrückblick 2016

Das Jahr 2016 war für die Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen ausgesprochen ereignisreich. Wir schauen an dieser Stelle zurück zu den wichtigsten Geschehnissen, welche uns bereichert und weiterentwickelt haben.

Nachdem Annika Kirchhoff zu Beginn des Jahres die Leitung übernahm, wurde Ende Januar zum ersten Mal zum Neujahrsempfang der Koordinierungsstelle und des Gleichstellungsbeauftragten der Universität Leipzig geladen. Zeitgleich konnte unser „Factbook zur Gleichstellung an sächsischen Universitäten und Hochschulen 2013/2014“ öffentlich präsentiert werden, welches wir nun zum zweiten Mal herausgegeben haben.

Im Februar beteiligte sich die Koordinierungsstelle am Diversity Audit der Universität Leipzig als Teil des Lenkungskreises, welchem die operative Verantwortung obliegt.

Um die Gleichstellung in Sachsen auch gesetzlich voranzubringen, fand im sächsischen Landtag am 25.02. ein Fachgespräch der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zu möglichen Inhalten eines modernen Gleichstellungsgesetzes statt, an welchem die Koordinierungsstelle teilnahm.
Erneut konnten auch wir auch in diesem Jahr als Gast dem Gleichstellungsrat der Universität Leipzig beiwohnen und als Mitglied des erweiterten Vorstands der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (BuKoF) sowie in der BuKoF-Kommission „Chancengleichheitsprogramme und Initiativen“, kurz CGPI, mitwirken.

Um die optimale Beratung und Unterstützung der Landeskonferenz der Gleichstellungbeauftragten an sächsischen Hochschulen (LaKoG) voranzubringen und um das Zusammenwirken im Bereich der hochschulischen Gleichstellungsarbeit größtmöglich nutzen zu können, fand im Februar zudem eine Zusammenkunft mit den LaKoG-Sprecherinnen statt.

 

Ein reich gefüllter Frühling

Anlässlich des Frauentages am 8. März fand die Festveranstaltung "Engagiert-emanzipiert! Sachsens Frauen in der sozialen Arbeit" am 12.03. statt, welcher wir mit Freude beiwohnen durften.

Am 17.03. wurde dann das zweite Vernetzungstreffen der Familienservices an sächsischen Hochschulen mit dem Schwerpunkt Pflege im Hochschulkontext von uns veranstaltet, bei welchem die unterschiedlichen Ausgangssituationen an den sächsischen Universitäten und Hochschulen beleuchtet wurden. Es ging daraus hervor, dass sich dazu entschieden wurde, eine hochschulübergreifende Pflegemappe zu erstellen, die in Situationen der Pflegeberatung ausgegeben werden kann. Zudem soll eine Broschüre erstellt werden, die explizit Ansprechpersonen und Beratungsmöglichkeiten an den sächsischen Hochschulen enthält. Die Koordinierungsstelle unterstützt dabei die Hochschulen bei der Erstellung der Pflegemappe, was zu einer weiteren Begegnung dazu im Juni führte. Das Treffen regte angenehm zur Vernetzung innerhalb der eigenen Einrichtungen an und soll jährlich fortgeführt werden.
Die Pflegemappe soll 2017 publiziert werden.

Kurz darauf nahm die Koordinierungsstelle in Dresden an der Kooperationsveranstaltung "Europäische Charta für die Gleichstellung von Mann und Frau auf lokaler Ebene" teil, zu welcher der Landesfrauenrat Sachsen e.V. in Kooperation mit dem Gleichstellungsbeirat des Freistaates Sachsen einlud.

Um all den grundlegenden Themenbereichen, denen sonst wenig Zeit gewidmet werden konnte, einen Raum zu geben, führten wir im März eine interne Klausurtagung durch und konnten uns so die Möglichkeit geben, unsere bisherige Arbeit zu reflektieren und Überlegungen für weitere Ideen anzustellen.

Wie jedes Jahr fanden vielfältige, konstruktive Beratungsgespräche mit Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der sächsischen Universitäten und Hochschulen, Stabsstellen Diversity, dem Studierendenwerk und mit Gleichstellungs*akteurinnen im Land statt. Zudem kamen auch wieder Gespräche mit dem Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) sowie verschiedenen Landtagsfraktionen zustande.

Auch unsere Workshops konnten wieder in vollem Umfang dynamisch starten. Dabei ging es dieses Jahr nicht nur um die Gleichstellung an Hochschulen, sondern sie beschäftigten sich zudem mit der Inklusion von Menschen mit Behinderung, beispielsweise im Workshop „Barrierefrei und inklusiv in der Gleichstellung“, welcher mit Hilfe des Antidiskriminierungsbüros Sachsen in Dresden stattfand.

Ende März nahm die Koordinierungsstelle auf Einladung des SMWKs an einer Veranstaltung mit Prof. Imboden zu den Ergebnissen der Internationalen Expertenkommission zur Evaluation der Exzellenzinitiative teil. Kurz darauf ging es zu der spannenden zweitägigen Versammlung „Leichte Sprache im Spiegel theoretischer und angewandter Forschung“ an der Universität Leipzig.

Im April konnten wir uns nicht nur über unseren neuen Flyer freuen, sondern auch über die neue Homepage und die darin enthaltene nagelneue Referent*innendatenbank.

Der April war weiterhin ausgefüllt mit der Partizipation an der Delegiertenversammlung des Landesfrauenrats in Dresden, sowie des nun neunten bundesweiten MINT Netzwerktreffens in Leipzig und des Netzwerktreffens der EU-Charta der Stadt Leipzig.

Unsere Wanderausstellung „Nein heißt Nein!“ zog in diesem Jahr weite Kreise. Nachdem sie in Meißen begutachtet werden konnte, war es möglich sie beim Kollektiv-Festival an der Universität Leipzig zu betrachten. Außerdem war sie bei der 5-Länder-LaKoG in Jena zu sehen.

Am 25.04.2016 haben wir an der Versammlung der LaKoG Sachsen in Chemnitz teilgenommen.

Ebenfalls Ende April fand in den Räumen der Koordinierungsstelle ein konstruktives Gespräch mit der Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange statt.

 

Abwechslungsreicher Sommer und Herbst in der Koordinierungsstelle

In Berlin nahm die Koordinierungsstelle an der Tagung „Refugees Welcome? Geflüchtete an deutschen Hochschulen" teil, welche Anfang Mai von der Jungen Akademie veranstaltet wurde. Und auch im Gleichstellungsbeirat des Freistaats Sachsen war die Koordinierungsstelle vertreten.

Im Rahmen der Tagung „Be WISE and Succeed - Women in Science and Engineering“, welche unter der Schirmherrschaft des stellvertretenden Rektors für Struktur und Entwicklung Prof. Dr. Michael Ruck an der TU Dresden stattfand, war die Leiterin der Koordinierungsstelle Annika Kirchhoff Referentin des Eröffnungsvortrages „Frauen in der Forschung - aktuelle Situation von Wissenschaftlerinnen an Hochschulen bzw. strukturelle Barrieren auf deren Karriereweg“.

Im Juni nahmen wir nicht nur am 4. Zukunftstag der sächsischen Frauen und Gleichstellungsprojekte teil, sondern auch am „Fachgespräch Gleichstellung“ des Gleichstellungsrats der Universität Leipzig in Berlin mit dem BMFSJ und der Bundestagsabgeordneten Daniela de Ridder.

Im Sommer führten wir wichtige Absprachen zur optimalen Zusammen- und Weiterarbeit mit den Leiterinnen der Koordinierungsstellen Sachsen-Anhalt und Thüringen. Zudem gab es eine Arbeitsgruppensitzung der AG "Arbeitswelt 4.0 - Eine neue Chance für die Gleichstellung" des Gleichstellungsbeirats des Freistaats Sachsen.

Im September nahm die Koordinierungsstelle an der Veranstaltung „Regionale Wissenschaftsnetzwerke in Sachsen – Erfahrungsberichte und Zukunftskonzepte" an der Universität Leipzig, sowie auf Einladung der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping, am Workshop „Ein modernes Gleichstellungsgesetz für Sachsen" in Dresden teil.

Bezüglich der Stellungnahme am Hochschulentwicklungsplan 2025 durfte Annika Kirchhoff als Sachverständige im Wissenschaftsausschuss des sächsischen Landtags in Dresden sprechen. Am 15. September hielt sie dann ein Grußwort beim Sommermeeting des Projektes „Genderperspektiven in der Medizin“, um für verschiedene Genderperspektiven zu sensibilisieren und aufzuklären.

Es war der Koordinierungsstelle möglich an der dritten Gender Studies Tagung in Berlin, sowie der Veranstaltung der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration zum Tag der deutschen Einheit in Dresden teilzunehmen. Ebenfalls nahmen wir dankend die Einladung des SMWKs zum Fachtag „Inklusion an Hochschulen“ an.

Vom 28. Bis um 30. September fand die BuKoF-Jahrestagung in Freiburg/Breisgau statt, bei welcher die Koordinierungsstelle zugegen war. Weiterhin konnten wir dem Fachtag "10 Jahre AGG - Evaluation und Ausblick" in Berlin und der 5-Länder-LaKoG in Jena im November beiwohnen.

Dank unserer bereichernden Klausurtagung in Zingst vom 9. Bis zum 11. November konnten wir eine Fülle neuer Ideen mit in den Arbeitsalltag nehmen.

Letztlich rundete der alljährliche Marianne-Menzzer-Preis der Koordinierungsstelle in Kooperation mit der GEW das Jahr mit einer festlichen Preisverleihung wunderbar ab.

Wir danken an dieser Stelle nochmals ganz herzlich für die gemeinsamen, spannenden Herausforderungen, Ihr entgegengebrachtes Vertrauen und die Zusammenarbeit in diesem Jahr und freuen uns bald gemeinsam ins neue Jahr 2017 starten zu können.

Die Kindheit im Fokus: Abschlussarbeiten der Gender- und Diversityforschung mit Marianne-Menzzer-Preis 2016 geehrt

Am 30. November fand die feierliche Verleihung des Marianne-Menzzer-Preises in Leipzig statt. Er prämiert herausragende Abschlussarbeiten in der Gender- und Diversityforschung, die an sächsischen Hochschulen eingereicht wurden und ist mit 500 Euro dotiert.

Der Preis für die beste Bachelorarbeit ging dabei an Melanie Forchmann für ihre Arbeit „Die Bedeutung von Etikettierungen im pädagogischen Alltag von Kindertageseinrichtungen“, die sie vergangenes Jahr an der Hochschule Zittau/Görlitz einreichte. Eine Absolventin der TU Dresden, Katharina Tampe, erhielt den Preis für die beste Masterarbeit. Sie beschäftigte sich mit „Filmischen Kindheitskonstruktionen unter dem Fokus Geschlecht und Klasse in den Erich-Kästner-Adaptionen Pünktchen und Anton“. Frau Professorin Ulrike Gräßel von der Hochschule Zittau/Görlitz würdigte im Namen der Jury die beiden ausgezeichneten Arbeiten für ihre vorbildliche wissenschaftliche Bearbeitung von gesellschaftlich relevanten Themen und hielt auch – in Vertretung für die erkrankte Frau Professorin Andrea Eckhardt - den Festvortrag zum Thema „Diversität in der Kindertagesbetreuung“.

Zu Gast waren bei der Preisverleihung die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping und die Rektorin der gastgebenden Universität Leipzig Professorin Beate Schücking, die beide mit einem Grußwort zu dem gelungenen Abend beitrugen. Umrahmt wurde die Veranstaltung vom Piazzolla-Ensemble Leipzig, das die Musik des berühmten argentinischen Musikers Astor Piazzolla zu neuem Leben erweckt.

Die Preisverleihung fand in diesem Jahr bereits zum elften Mal statt und verzeichnete erneut einen Bewerber*innenrekord. Ursprünglich von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Sachsen ins Leben gerufen, wird die Auszeichnung seit einigen Jahren gemeinsam mit der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen vergeben.

 

Fotos: Swen Reichhold

Sommermeeting des Projektes "Genderperspektiven in der Medizin"

Am 15. und 16.9. fand das Sommermeeting des Projektes "Genderperspektiven in der Medizin" (GPMed) des Universitätsklinikums der Universität Leipzig statt. Ziel der Veranstaltung war eine Zwischenbilanz des Projektes zu ziehen. Es beabsichtigt für die geschlechtsspezifischen Aspekte von Diagnose und Therapie zu sensibilisieren.

Die Eröffnungsveranstaltung war dabei gut besucht und hochkarätig besetzt. Neben der Ehrenpräsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, Dr. Astrid Bühren, hilt auch die Staatsministerin für Gleichstellung Petra Köpping ein Grußwort.

Ein weiteres Grußwort wurde schließlich auch von Annika Kirchhoff als Leiterin der Koordinierungsstelle gehalten. Den kompletten Text des Grußwortes können Sie hier nachlesen.

Mehr Informationen zu GPMed finden Sie direkt auf der Homepage des Projektes:
http://gender.medizin.uni-leipzig.de/

Wahl der Landessprecherinnen der LaKoG für 2016 - 2019

Auf der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an sächsischen Hochschulen am 25. April in Chemnitz fand die turnusmäßige Wahl der Landessprecherinnen statt.

Für die Jahre 2016 - 2019 sind als Sprecherinnen gewählt:

Dr. Jutta Luise Eckhardt
Gleichstellungsbeauftragte der TU Dresden

Andrea Müller
Gleichstellungsbeauftragte der HTWK Leipzig

Elisabeth Sasso-Fruth
Gleichstellungsbeauftragte der HMT Leipzig

Wir gratulieren ganz herzlich und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

 

Zugleich danken wir Karla Kebsch (TU Chemnitz) und Dr. Ramona Kusche (HS Mittweida), die nicht erneut zur Wahl standen, für die Arbeit in den zurückliegenden Jahren.

 

 

Factbook Gleichstellung an sächsischen Hochschulen 2013/2014

Das „Factbook Gleichstellung an sächsischen Hochschulen 2013/2014“ ist aktuell in einer zweiten, leicht überarbeiteten Auflage erschienen. Das Factbook stellt zentrale Statistiken zur Lage der Gleichstellung übersichtlich zusammen und bietet damit ebenso eine Orientierung für die eigenen Bemühungen, wie gute Argumente für die Überzeugungsarbeit.

Die neue Auflage kann ab sofort in gedruckter Fassung bei der Koordinierungsstelle bestellt werden.

Alternativ können Sie das Factbook hier als pdf-Datei herunterladen:
Factbook Gleichstellung an sächsischen Hochschulen 2013/2014

 

 

Online-Befragung an der Universität Leipzig im Rahmen des Diversity Audit gestartet

Als erste sächsische Hochschule nimmt die Universität Leipzig am Diversity Audit „Vielfalt gestalten“ des Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft teil.

Im Rahmen des zweijährigen Auditierungsverfahrens führt das Gleichstellungsbüro der Universität Leipzig in Kooperation mit der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen ab heute eine hochschulinterne Onlinebefragung zu Diskriminierungserfahrungen durch. Teilnehmen können alle Studierenden und Mitarbeitenden der Universität Leipzig.

Mehr Informationen zum Diversity Audit und zur Befragung finden Sie hier.

Neue Leiterin der Koordinierungsstelle nimmt Arbeit auf

Zum 01.01.2016 hat Annika Kirchhoff die wissenschaftliche Leitung der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen übernommen.

Unter Beteiligung des Wissenschaftlichen Beirates der Koordinierungsstelle hatte eine Auswahlkommission, bestehend aus Vertreter*innen des SMWK, der Universität Leipzig, der LaKoG und externer Expert*innen, eine neue Leiterin bestimmt. Mit Frau Kirchhoff setzt die Koordinierungsstelle mit Sitz an der Universität Leipzig die sachsenweite Arbeit für eine chancengerechtere Hochschullandschaft fort.

„Ich freue mich mit dem Team der Koordinierungsstelle die sächsischen Universitäten und Hochschulen bei den kommenden Herausforderungen im Hinblick auf Genderaspekte und Diversität bestmöglich zu unterstützen“, freut sich Annika Kirchhoff auf den Arbeitsbeginn.

Sie hat an der Universität Leipzig Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie Amerikanistik studiert und ihre Magisterarbeit über „Interkulturelle Kommunikation und Diversity Management“ verfasst. Berufsbegleitend hat sie außerdem eine Ausbildung zur Trainerin für Social Justice und Diversity an der FH Potsdam absolviert. Zuletzt war sie beim SPI (Sozialpädagogisches Institut) im bundesweiten Förderprogramm IQ Netzwerk „Integration durch Qualifizierung“ in Halle als Projektleiterin und ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte tätig.

Geschlechter- und Diversity-Forschung mit Marianne Menzzer Preis prämiert

Foto: Swen Reichhold

Am 2. Dezember 2015 haben wir in Kooperation mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen den 10. Marianne Menzzer Preis vergeben. An der Universität Leipzig, dem Sitz der Koordinierungsstelle, wurden erstmals zwei wissenschaftliche Arbeiten geehrt, die sich mit der Erforschung von Geschlechter- und Diversitätsfragen beschäftigten.

Den Preis für die beste Masterarbeit erhielt in diesem Jahr Teresa Herrmann, Absolventin der Evangelischen Hochschule Dresden, die der Frage nachging, welche Rolle Geschlecht beim Spiel von Kindern einnimmt. Der zweite Preis wurde für die theologische Examensarbeit von Markus Löffler vergeben, einem Absolventen der Leipziger Universität. Er zeichnet detailliert nach, wie Umgang und Auseinandersetzung mit Homosexualität in der evangelischen Landeskirche der 1980er Jahre aussah.

In ihrem Festvortrag veranschaulichte die Soziologin Dr. Daniela Heitzmann (Kiel) die vorherrschenden Entwicklungen von Geschlechterzuschreibungen durch und in der Wissenschaft. Diese aktuellen Bezüge ergänzte das Grußwort der Kanzlerin der Universität Leipzig, Prof. Dr. Birgit Dräger, die damit den historischen Weg der Geschlechtergerechtigkeit nachvollzog. Die Themenvielfalt dieser Forschungsbereiche macht deutlich, dass sich nahezu alle Wissenschaftsdisziplinen im Hinblick auf die Relevanz der Kategorien Geschlecht und Diversität untersuchen lassen.

Diesen Ansatz hat vor über 150 Jahren auch Marianne Menzzer (1814-1895) verfolgt, als sie als eine der Ersten überhaupt statistisches Material für Argumentationen zu Fragen der Ungleichheit von Frauen in der Erwerbswelt nutzte - und so zur Pionierin eines sozialwissenschaftlichen Zugangs zur Geschlechterfrage wurde.

Vernetzungstreffen der MINT-Projekt-Koordinator*innen

Gemeinsam mit Dr. Sylvi Bianchin, Koordinatorin MINT-Projekte an der TU Dresden, initiierte Franziska Pestel, Leiterin der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit, erstmalig ein Vernetzungstreffen der MINT-Projekt-Koordinator*innen sächsischer Hochschulen.

In einem Impulsvortrag von Franziska Pestel zum Thema „Mehr Frauen in den MINT-Fächern! Status Quo an den sächsischen Hochschulen“ wurde der Studentinnen-Anteil in den MINT-Fächern aufgezeigt und gefragt, aus welchen Gründen sich so wenig Frauen für ein Studium im MINT-Bereich entscheiden.

Im folgenden Austausch präsentierten die teilnehmenden Koordintor*innen Projekte, Veranstaltungen und Maßnahmen, welche an den entsprechenden Hochschulen durchgeführt werden. Übereinstimmendes Ziel ist dabei die Gewinnung von Frauen für den MINT-Bereich und die Einigkeit darüber, dass nur durch Vielfalt der Studierenden und Lehrenden gute wissenschaftliche Arbeit gewährleistet werden kann.

Abschließend bestand die Möglichkeit an einer Führung durch das DLR_school_Lab in den Technischen Sammlungen Dresden teilzunehmen.

Ein weiteres Vernetzungstreffen wird für 2016 geplant.  

Gern können Sie sich an uns wenden, wenn Sie am nächsten Vernetzungstreffen teilnehmen möchten.

Die Mühlen mahlen (zu) langsam – Stellungnahme zur Situation der Gleichstellung an den sächsischen Universitäten und Hochschulen

Das aktuelle Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten (CEWS) zeigt es deutlich, die Gleichstellungsarbeit an den sächsischen Universitäten und Hochschulen entwickelt sich unterschiedlich stark. Die Gesamttendenz ist trotz aller Erfolge an einzelnen Einrichtungen sogar negativ.

Die komplette Stellungnahme finden Sie hier.

Film: Gleichstellung in Sachsen

Wir sind unter die Filmemacherinnen gegangen und wünschen viel Freude beim Anschauen. Der Film „Gleichstellung in Sachsen“ ist zusätzlich aufrufbar unter folgendem Link.

Factbook Gleichstellung an sächsischen Universitäten und Hochschulen

 

Das "Factbook! Gleichstellung an sächsischen Hochschulen" bietet eine kompakte und übersichtliche Darstellung der aktuellen statistischen Daten zum Thema Gleichstellung an sächsischen Universitäten und Hochschulen. Im Fokus stehen dabei die Frauen- und Männeranteile im Qualifikationsverlauf an allen Universitäten und Hochschulen im Freistaat Sachsen.

Gerne senden wir Ihnen auch gedruckte Exemplare zu. Schicken Sie uns einfach eine eMail an info(at)chancengleichheit-in-sachsen.de

Festakt "5 Jahre Koordinierungsstelle"

Die Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an sächsischen Hochschulen (LaKoG) lud am 26.06.2014 ganz herzlich zur Festveranstaltung „5 Jahre Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen“ in die Kunstsammlungen Chemnitz ein.

Außerordentlich freuten wir uns, dass Dr. Anett Hermann als Festrednerin gewonnen werden konnte. Sie forscht, publiziert und lehrt an der Wirtschaftsuniveristät Wien im Bereich Gender- und Diversitätsmanagement und gründete 2012 ihre Organisations- und Managementberatungsfirma mit Sitz in Wien und Dresden.

Das fünfjährige Jubiläum der Koordinierungsstelle war für uns Anlass die Erfolge der vergangenen fünf Jahre zu würdigen und einen Ausblick zu geben auf zukünftige Handlungsfelder der sächsischen Gleichstellungspolitik. Die Leiterin der Koordinierungsstelle Franziska Pestel referierte in ihrem Vortrag zum aktuellen Stand der Gleichstellung an sächsischen Hochschulen und zu den Unterstützungs- und Beratungsmöglichkeiten der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten.

Die Vorsitzende des Landesfrauenrates Sachsen Prof. Dr. Irene Schneider-Böttcher sprach in ihrem Vortrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Sachsen und ging dabei unter anderem auf die Beteiligung von Frauen im Erwerbs- und Bildungsbereich ein.

Im Anschluss an den Festakt bestand die Möglichkeit an einer Führung durch die Kunstsammlungen Chemnitz teilzunehmen. Gezeigt wurde die „fantasievolle, einfallsreiche, geistreiche und rätselhafte Bilderwelt des bedeutenden flämischen Malers und Zeichner Pieter Bruegel d.Ä.“

Für die Musikalische Untermalung des Festakts danken wir „Jumble Junk“ aus Dresden.

Ausleihmöglichkeit der Fachliteratur der Koordinierungsstelle

Mit über 400 Fachtiteln besitzt die Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen ein breites Angebot an Fachzeitschriften, Fachbüchern und Artikeln. Alle Fachtitel können ausgeliehen werden.
Wenn Sie unsere kostenlose Ausleihmöglichkeit für sächsische Professor_innen, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, Nachwuchswissenschafter*innen sowie Student*innen nutzen möchten, senden Sie uns bitte eine Mail mit den gewünschten Titeln oder rufen Sie uns an.


Die komplette Übersicht der Fachtitel, inklusive Einordnung nach Themen/Tags und Verlinkung zum Inhaltsverzeichnis finden Sie hier.

Weiterführung der Koordinierungsstelle

Eine Schnittstelle für Chancengleichheit in der Wissenschaft

„Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen“ mit Sitz an der TU Chemnitz wird 2013 weitergeführt.

Bereits seit 2009 ist die „Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen“ mit Sitz an der TU Chemnitz die Schnittstelle im Bereich Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung zwischen den Wissenschaftseinrichtungen und den zuständigen Landesministerien Sachsens. Sie ist zudem wichtigste Service- und Beratungsstelle für die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten dieser Einrichtungen. „Die Koordinierungsstelle ist für die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der sächsischen Universitäten und Hochschulen eine wichtige und zielführende Unterstützung bei der Umsetzung der gemeinsamen gleichstellungspolitischen Aufgaben. Zu diesen zählen die Erhöhung des Frauenanteils in wissenschaftlichen Spitzenpositionen, die Optimierung von Karriere- und Personalentwicklung beim wissenschaftlichen Nachwuchs, die Gewinnung von Studentinnen, in Fächern, in denen diese unterrepräsentiert sind, das Vorantreiben von Frauen- und Geschlechterforschung sowie der weitere Ausbau der Rahmenbedingungen für die Durchsetzung des Gleichstellungsauftrages. Daher freue ich mich außerordentlich, dass den sächsischen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten auch im Jahr 2013 diese exzellente Beratungsstelle erhalten bleibt“, so Karla Kebsch, zentrale Gleichstellungsbeauftragte der TU Chemnitz und Sprecherin der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an sächsischen Hochschulen und Universitäten.

„Mit dem positiven Votum der Landesrektorenkonferenz am 12. November vergangenen Jahres zur Weiterführung der Koordinierungsstelle haben sich auch die Rektorinnen und Rektoren der sächsischen Wissenschaftseinrichtungen dazu bekannt, Gleichstellung in Sachsen zu stärken. Sie schaffen so die Voraussetzung für eine fachkompetente Begleitung bei der im Hochschulfreiheitsgesetz benannten Durchsetzung des Gleichstellungsauftrages in den Wissenschaftseinrichtungen sowie den vielfältigen Aktivitäten zur Gleichstellung von Frau und Mann auf allen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen“, ergänzt Franziska Pestel, die Leiterin der Koordinierungsstelle.

Die Koordinierungsstelle fungiert als zentraler Netzwerkpartner. Sie informiert Fachpersonen der zuständigen Landesministerien sowie politisch Verantwortliche in Sachsen und berät und begleitet die sächsischen Hochschulen, deren Leitungsebene sowie die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten bei der Umsetzung gleichstellungs- und familienpolitischer Programme und Initiativen. Zudem werden Konferenzen, Netzwerktreffen und Fortbildungen organisiert und begleitet sowie Vorträge, Workshops und Seminare angeboten. Neben der Homepage und einer Facebook-Seite informiert zusätzlich ein monatlich erscheinender Newsletter über die gleichstellungspolitische Situation in Sachsen sowie über bundesweite News, Neuveröffentlichungen, Ausschreibungen und Veranstaltungen. Außerdem verfügt die Koordinierungsstelle über eine umfassende Fachbibliothek.

Seit Oktober 2012 wird die Koordinierungsstelle durch Diplom-Soziologin Franziska Pestel geleitet, die zuletzt im BMBF-Projekt „Wiedereinstieg von Frauen in Wissenschaftskarrieren“ an der TU Dresden als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war.

Quelle: http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/aktuell/2/4812