Inklusion: Best Practice Beispiele in Sachsen

In Sachsen gibt es mittlerweile im Hochschulbereich viele Expert*innen, Projekte und Initiativen, die sich anwendungsorientiert mit den Themen Inklusion und Barrierefreiheit befassen. Im Folgenden finden Sie Best Practice Beispiele aus Sachsen inklusive Kurzportraits und Ansprechpersonen. Die Seite befindet sich im Aufbau. Ihr Projekt ist noch nicht dabei? Dann können Sie uns gerne kontaktieren:

inklusion@chancengleichheit-in-sachsen.de


Antikenmuseum der Universität Leipzig

Im Antikenmuseum der Universität Leipzig wurden von Studierenden der Studiengänge »Kunstpädagogik (außerschulisch)« und »Archäologie der Alten Welt« in Kooperation mit Praxispartner*innen inklusive Vermittlungsangebote für blinde Menschen und Menschen mit Sehbeeinträchtigungen entwickelt. Es wurde ein barrierefreier Zugang zu ausgewählten Kunstwerken sowie Lehr- und Lernmedien erarbeitet, die objektbezogen und publikumsorientiert Möglichkeiten bieten, mit antiker Kunst in Dialog zu treten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Antikenmuseums sowie auf der Projektwebseite.

Kontakt:

Dr. Hans-Peter Mueller
Universität Leipzig
Historisches Seminar
Klassische Archaeologie
und Antikenmuseum
Ritterstrasse 14
D-04109 Leipzig
Telefon 0341/97-30702
Telefax 0341/97-30709
Arbeitsgruppe Services Behinderung und Studium

Die Arbeitsgruppe Services Behinderung und Studium (AG SBS) an der Technischen Universität Dresden existiert seit 1990. Hier werden Studieninteressierte, Studierende und Beschäftigte mit Behinderung sowie chronischen und psychischen Erkrankungen unterstützt.

Die AG SBS ist an der Professur für Mensch -Computer-Interaktion in der Fakultät Informatik angesiedelt und bietet verschiedene Services an. So werden für den wissenschaftlichen Nutzen notwendige, barrierefreie Dokumente und Lehrmaterialien in Zusammenarbeit mit europaweiten Verlagen und Dozenten der TU Dresden erstellt. Diese werden an die Nutzer/innen direkt digital verteilt oder sind per Fernleihe zugänglich. Ein an die Bedürfnisse der Studierenden angepasster und mit Hilfsmitteln ausgestatteter Raum kann zum Lernen und für Prüfungen genutzt werden. Abgerundet wird das Angebot durch begleitende Beratung und Unterstützung in allen Belangen des Studienalltags, vor dem Studium und bei spezifischen Fragen von Beschäftigten zu Hilfsmitteln und Assistenzen  durch eine ausgebildete Peer-Counselorin.

Weitere Infomationen gibt es auf der Website.

Kontakt: elvis@inf.tu-dresden.de

Der Campus-Navigator der TU Dresden

Der Campus Navigator ist ein webbasiertes, mobiles, aktuelles, barrierefreies Leit-, Orientierungs- und Informationssystem der TU Dresden. Es umfasst interaktive Lage- und Etagenpläne insbesondere mit Informationen zur Barrierefreiheit der Gebäude, Lehrräume und des Campus. Außerdem beinhaltet es ein Routingsystem für blinde und/oder mobilitätseingeschränkte Menschen sowie ein innovatives, digitales Beschilderungssystem zur audiovisuellen Information. Neben der browserbasierten Variante stehen Apps für Android und iOS zur Verfügung. Das System ist derzeit in acht Sprachen verfügbar und diesbezüglich modular erweiterbar. Der Campus Navigator wurde am Fakultätsrechenzentrum der Fakultät Bauingenieurwesen der TUD entwickelt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website.

Kontakt:

uwe.reuter@tu-dresden.de

Qualifizierung von Bildungsfachkräften in Sachsen

Seit dem 6. Mai 2019 gibt es an der Technischen Universität in Dresden das Projekt QuaBiS. QuaBiS heißt „Qualifizierung von Bildungsfachkräften in Sachsen“. Wir haben nicht studiert oder eine Ausbildung abgeschlossen. Wir haben alle einen Außenarbeitsplatz in einer Werkstatt für behinderte Menschen und machen eine Qualifizierung an der Uni. Sie dauert fast drei Jahre und endet am 31.01.2022. Ziel des Projektes ist es, einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden.

Durch das Projekt wollen wir die Universität und die Gesellschaft inklusiver gestalten, um auf längere Sicht etwas zu verändern. Das gelingt durch unsere Erfahrungen und dem, was wir in der Qualifizierung lernen. Dazu ist es nötig, Barrieren zu finden, die Teilhabe verhindern. Diese finden wir, indem wir selber schauen und Anderen zuhören. Viele Barrieren erleben wir im Alltag und kennen sie schon. Aber auch Menschen, die selbst keine Schwierigkeit mit diesen Barrieren haben, erkennen viele und teilen uns das mit. Gemeinsam versuchen wir diese Barrieren abzubauen.

In Leipzig an der Universität gibt es das gleiche Projekt. Wir treffen uns, besprechen unserer Arbeit und beraten uns zusammen.

Wir besuchen Seminare zu Themen, die unsere Qualifizierung betreffen oder für uns wichtig sind.

Ab dem Sommersemester 2020 halten wir selber Seminare zum Thema Inklusion. Inklusion bedeutet, dass niemand ausgeschlossen wird und alle dazugehören, zum Beispiel Männer und Frauen, hetero- und homosexuelle, „ausländische“ und einheimische, sowie auch beeinträchtigte und nicht beeinträchtigte Menschen. Diese Liste würde sich noch ewig fortsetzen lassen, dass waren nur einige Beispiele. Wir wollen, dass es allen gut geht und alle miteinander auskommen.

Weitere Informationen zu unserem Projekt finden Sie unter www.quabis.info, oder Sie schreiben uns unter quabis@mailbox.tu-dresden.de, oder quabis@uni-leipzig.de . Wir vom QuaBiS-Team freuen uns auf Ihre Nachrichten.

Das Projekt wird gefördert vom Sächsichen Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus.

Beitrag geschrieben von Clemens Ziegner, Thomas Gasch und Pierre Zinke (02/2020)

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite.

"t.e.a.m. ability" für Studentinnen mit Beeinträchtigung

t.e.a.m. ability ist ein Programm der Universität Leipzig für Studentinnen mit Beeinträchtigung.

t.e.a.m. bündelt an der Universität Leipzig Programmlinien für den weiblichen Wissenschaftsnachwuchs – von der Studentin, über die Promovendin bis hin zur Postdoktorandin und Juniorprofessorin.

Ziel der Programmlinie t.e.a.m. ability ist es, die Studentinnen bei der erfolgreichen Gestaltung ihres Studiums aktiv zu begleiten und ihnen den Übergang in das Berufsleben zu erleichtern. Zunächst erfolgt dafür eine persönliche Standortbestimmung, um im Anschluss einen praxisorientierten Einblick in die Berufswelt bzw. in die Wissenschaftslaufbahn zu bekommen. Dafür stehen verschiedene Formate bereit: die Studentinnen können auf ihre Bedarfe zugeschnittene Workshops besuchen, wichtige Netzwerke aufbauen und gemeinsam mit anderen Studentinnen und Mentor*innen ihren weiteren (Studien-)Weg gestalten. Darüber hinaus finden regelmäßig sog. Biografie-Zirkel statt, in denen die Teilnehmerinnen in einem safe space ihre Erfahrungen teilen können. Jeder Programmdurchgang wird gezielt auf die Bedarfe und je nach Feedback der Teilnehmerinnen angepasst – und lebt von der Gestaltung jeder einzelnen Mentee.  

Das Pilotprojekt lief von 2019-2020 als Teil des Fachkollegs Inklusion des Hildegardis e.V.

Der aktuelle Durchgang findet von April 2020 bis April 2021 statt.

Mehr Informationen gibt es auf den Seiten des Gleichsstellungbüro der Universität Leipzig

Kontakt: team.gsb@uni-leipzig.de