Daten der 21. Sozialerhebung für Sachsen

15 % der Student*innen in Sachsen weisen laut der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes, welche im Sommersemester 2016 durchgeführt wurde, eine nicht-studienerschwerende Beeinträchtigung auf. Weitere 10 % geben im Rahmen der Erhebung an, dass sie eine studienerschwerende Beeinträchtigung haben. 61 % der sächsischen Student*innen mit studienerschwerender Beeinträchtigung werden durch diese stark oder sehr stark beeinträchtigt. Die Formen der Beeinträchtigung umfassen dabei überwiegend, bezogen auf die Student*innen mit studienerschwerender Beeinträchtigung aller Bundesländer, psychische Beeinträchtigungen (55 %), chronisch-somatische Krankheiten (30 %), Mobilitätseinschränkungen (10 %) und Sehbeeinträchtigungen (10 %), wobei Mehrfachnennungen seitens der Befragten möglich waren.

(Erhebungszeitraum Sommersemester 2016)

Quelle: Ergebnisse der 21. Sozialerhebung des DSW

 

Daten der Best2-Studie für Sachsen

Im Oktober 2018 wurden die Ergebnisse der Studie „beeinträchtigt studieren - best2“ veröffentlicht. Teilgenommen haben in Sachsen die vier Universitäten, vier Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie zwei Hochschulen aus dem Bereich Kunst/Musik/Theater/Tanz.

  • Laut den Befragungsergebnissen sind psychische Erkrankungen die von Student*innen in Sachsen am häufigsten genannte Form der Beeinträchtigung (52,3 Prozent).
  • Chronisch-somatische körperliche Erkrankungen werden von 19,5 Prozent der Student*innen mit Beeinträchtigungen genannt.

Des Weiteren wurden die folgenden Formen der Beeinträchtigungen angegeben:

  • Bewegungsbeeinträchtigungen – 4,9 Prozent
  • Teilleistungsstörungen – 4,2 Prozent,
  • Hör- und Sprechbeeinträchtigungen – 3,2 Prozent,
  • Sehbeeinträchtigungen - 2,4 Prozent,
  • andere Beeinträchtigungen (z.B. Tumorerkrankungen, Autismus-Spektrum-Störung) – 4,8 Prozent,
  • psychische Erkrankungen und chronisch-somatische Erkrankungen – 2,2 Prozent
  • sowie andere Mehrfachbeeinträchtigungen – 6,5 Prozent.

Quelle: Deutsches Studentenwerk

Umfrage zur Situation der Beauftragten für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen in Sachsen

Ein zentraler Schwerpunkt in der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und der Herstellung chancengleicher Bedingungen für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen ist die Arbeit der Beauftragten für die Belange dieser Studierendengruppe. Neben Bremen ist Sachsen derzeit das einzige Bundesland, welches Beauftragte für Studierenden mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen nicht vorsieht. Dem Amt wird jedoch bundesweit sehr viel Bedeutung beigemessen sowohl in der individuellen Beratung und Begleitung von Studierenden als auch in strukturellen Fragen.

Um herauszufinden, welches Tätigkeitsprofil die derzeit eingesetzten Beauftragten an den Hochschulen und der Berufsakademie in Sachsen haben und welche Arbeitsbedingungen der Ausübung der Tätigkeiten zugrunde liegen, hat die Koordiniationsstelle eine Befragung durchgeführt. Dafür wurden onlinebasiert im September 2019 die in Sachsen tätigen Beauftragten durch die Koordinierungsstelle befragt.

Die Auswertung der Befragung findet sich in folgendem PDF.

Ausgesuchte Ergebnisse der Studie:

  • Tätigkeitsbeschreibung: Bei 15 % der Befragten liegt eine Tätigkeitsbeschreibung für das Amt vor.
  • Mitwirkung: Für die Umsetzung des Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sind 55 % der Befragten an ihrer Einrichtung verantwortlich. 30 % werden in die Planung und Umsetzung von baulichen Maßnahmen mit einbezogen. An Akkreditierungsverfahren sind 20 % der Beauftragten beteiligt. Mitwirkungsrechte, z.B. in Studienkommissionen, sind in 20 % der Fälle gewährleistet.
  • Arbeitsaufwand: Die Mehrzahl der Beauftragten (60 %) nimmt eine Erhöhung des Arbeitsaufwandes in den letzten drei Jahren wahr. Das betrifft überwiegend den Bereich Beratung von Studierenden.
  • Ressourcenausstattung: 55 % der Beauftragten beurteilen die Personalausstattung ihres Amtes als „ausreichend“ oder „eher ausreichend“. Der Zeitumfang für die Ausübung der Arbeit wird von 40º% als „ausreichend“ oder „eher ausreichend“ beurteilt.