Foto Gesprächskreis

Inklusion

Im Themenfeld Inklusion unterstützt die Koordinierungsstelle die Hochschulen und die Berufsakademie in Sachsen bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Wir unterstützen u.a. bei der Erstellung und Umsetzung von Aktionsplänen, bieten Workshops zu vielen Themen im Bereich Inklusion an und bündeln Informationen zu Materialen und Angeboten der Hochschulen und der Berufsakademie in Sachsen.

Wenn Sie Fragen haben, steht Ihnen Stefanie Dreiack gern zur Verfügung:

Mail: s.dreiack@chancengleichheit-in-sachsen.de

 


Begriffsverständnis

Die Grundlage für unsere Arbeit sowie unser Begriffsverständnis stellt das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) dar.

"Zu den Menschen mit Behinderungen zählen Menschen, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können." (UN-BRK, Art. 1 "Zweck")

Diese Begriffsbestimmung verdeutlicht zwei Dimensionen der Behinderung: Die "körperliche" Dimension, welche als Beeinträchtigung bezeichnet wird, und die soziale Dimension, die Behinderung, welche durch Barrieren hervorgerufen wird. In der Konsequenz bedeutet dies, dass Menschen beeinträchtigt sein können, aber nicht behindert werden müssen. Ziel der Umsetzung der UN-BRK im Hochschulkontext ist somit insbesondere der Barriereabbau, um Behinderungen zu reduzieren beziehungsweise langfristig gänzlich abzubauen.

Das Begriffsverständnis basiert auf einer veränderten Perspektive auf das Konstrukt "Beeinträchtigung/Behinderung". Im früher im wissenschaftlichen Kontext vorherrschenden medizinischen Modell wurde die Ursache der Behinderung im Individuum verortet. Das nun verbreitetere soziale Modell führt die Behinderung auf gesellschaftliche und somit soziale Barrieren zurück, welche außerhalb des Individuums liegen, und vermeidbar sind. Weitere wissenschaftliche Gedanken zu dem individuellen und sozialen Modell sowie einem weitergedachten kulturellen Modell, welches unter anderem die Dichotomie zwischen Nicht-Beeinträchtigung und Beeinträchtigung thematisiert, finden Sie bei Anne Waldschmidt unter folgendem Link.

Das Begriffsverständnis, welches die UN-BRK zugrunde legt, findet sich in ähnlicher Weise ebenso im Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (BGG) sowie Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX) wieder.

 


Auf dem Weg zu inklusiven Hochschulen in Sachsen

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) reicht seit 2015 Sondermittel für Inklusion an die 14 staatlichen Hochschulen und die Berufsakademie Sachsen aus. Mit den Sondermitteln wird die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in insgesamt 15 Hochschuleinrichtungen unterstützt. Die Ausreichung der Mittel jährte sich 2019 zum fünften Mal. In der Broschüre "5 Jahre Inklusionsmittel für die Hochschulen in Sachsen" finden Sie eine Zusammenstellung der Maßnahmen der sächsischen Hochschulen in verschiedenen Handlungsfeldern.

Die Bilanz zeigt auf, in welchen Handlungsfeldern nachhaltige Veränderungsprozesse begonnen haben und führt Beispiele an, die zeigen, dass auch über die Unterstützung durch die Sondermittel für Inklusion hinaus das Thema in Lehre, Forschung, Selbstverständnis und Hochschulkultur hineinwächst.

Wenn Sie die Broschüre als Printexemplar bestellen möchten, schreiben Sie bitte eine kurze Mail an: inklusion@chancengleichheit-in-sachsen.de

 


Inklusionsarbeit an sächsischen Universitäten und Hochschulen

Die Inklusionsarbeit wird an den sächsischen Hochschulen und Universitäten von verschiedenen Akteur*innen geleistet. Hierbei sind die Beauftragten für Studierende mit Beeinträchtigung und chronischer Erkrankung, die Schwerbehindertenvertretungen, die Student*innenräte, die Verwaltungen und Rektorate sowie Stabsstellen und sogenannte Inklusionsverantwortliche zu nennen. Aber auch alle weiteren Mitarbeiter*innen als auch Student*innen können aktiv zum Abbau von Barrieren und zur Sensibilisierung der Hochschulangehörigen beitragen.

Hier finden Sie eine Übersicht der Inklusionsakteur*innen an den sächsischen Universitäten und Hochschulen sowie an der Berufsakademie, welche primär für die Erstellung und Umsetzung der Aktionspläne zuständig sind.

Hier finden Sie eine Übersicht der Inklusionsbeauftragten an den sächsischen Universitäten und Hochschulen sowie an der Berufsakademie.